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Amazon Connected-TV-Werbung 2026: Prime Video & Fire TV

Amazon Connected-TV-Werbung 2026: Wie Prime Video und Fire TV Werbung für Amazon-Händler in Deutschland funktioniert, was sie kostet und wie Sie starten.

✍️ Jorginho Engelmeyer📅 2. August 20269 Min. Lesezeit
Amazon Connected-TV-Werbung 2026: Prime Video & Fire TV

Die kurze Antwort: Ja, auch als mittelständischer Amazon-Händler können Sie 2026 Connected-TV-Werbung auf Prime Video und Fire TV buchen — ganz ohne die früher üblichen Mindestbudgets von 50.000 US-Dollar und mehr.

Möglich macht das Amazon Streaming TV (vormals Sponsored TV), ein selbstbedienbares Werbeformat, das jeder Brand-Registry-Händler direkt über die gewohnte Amazon-Ads-Konsole bucht.

Prime Video zeigt Werbung in Deutschland bereits seit Februar 2024, mit mittlerweile über 17 Millionen monatlich aktiven werbefinanzierten Zuschauern hierzulande.

Weltweit erreicht Prime Video inzwischen mehr als 315 Millionen werbefinanzierte Zuschauer im Monat.

Für Amazon-Händler bedeutet das: Connected-TV-Werbung ist kein Instrument mehr, das nur große Marken mit sechsstelligen Werbebudgets nutzen können.

Sie lässt sich heute sinnvoll in eine bestehende Amazon-PPC-Strategie einbetten — als Awareness-Kanal oberhalb von Sponsored Products und Sponsored Brands.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, was dieses Werbeformat 2026 konkret leistet, was Prime-Video-Werbung und Fire-TV-Werbung kosten und wie Sie als Händler oder Agentur-Kunde von AMZ+ Consulting sinnvoll einsteigen.

Was ist Amazon Connected-TV-Werbung überhaupt?

Connected-TV-Werbung (kurz CTV-Werbung) bezeichnet Videowerbung, die auf internetfähigen Fernsehern ausgespielt wird — statt im klassischen linearen TV.

Bei Amazon läuft diese Werbung technisch über zwei Wege: über die Amazon-Ads-Konsole als "Streaming TV Ads" (früher getrennt in Sponsored TV und Amazon DSP Streaming TV) oder über Amazon DSP als programmatischen Einkauf.

Beide Wege bespielen dasselbe Inventar: Prime Video, Fire TV Channels, Twitch und angeschlossene Drittanbieter-Streaming-Plattformen.

Vorteil: Die Anzeigen sind nicht überspringbar (non-skippable) und laufen in einem hochwertigen, markensicheren Umfeld neben Filmen und Serien.

Der große Unterschied zu früher: Amazon hat die Zugangshürde deutlich gesenkt.

Früher war Streaming-TV-Werbung bei Amazon fast ausschließlich Managed-Service-Kunden mit Budgets ab rund 50.000 US-Dollar vorbehalten.

Seit der Öffnung als Self-Service-Produkt kann jeder im Brand Registry registrierte Verkäufer ohne festes Mindestbudget eine Kampagne aufsetzen — abgerechnet nach CPM (Cost per Mille, Kosten pro 1.000 Ausspielungen).

💡 Tipp: Ohne Markenregistrierung (Brand Registry) ist der Zugang zu diesem Werbeformat aktuell nicht möglich — das sollten Sie als Erstes klären, bevor Sie planen.

Der US-Markt für Connected-TV-Werbung wird für 2026 auf rund 36 bis 38 Milliarden US-Dollar geschätzt, nach etwa 28 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 — ein deutliches Wachstumssignal für das gesamte Format, nicht nur bei Amazon.

Für deutsche Händler heißt das: CTV-Werbung ist längst kein reines US-Phänomen mehr, sondern ein wachsender Kanal auch im DACH-Werbemarkt.

Zum Vergleich: Klassische TV-Werbung war für die meisten Amazon-Händler aus Budget- und Produktionsgründen praktisch unerreichbar — ein Spot im linearen Fernsehen erfordert oft sechsstellige Produktionsbudgets und lange Vorlaufzeiten. Amazon Streaming-TV-Werbung senkt diese Hürde auf ein Niveau, das auch für etablierte mittelständische Marken mit einem laufenden Sponsored-Products-Konto erreichbar ist.

Prime Video und Fire TV: Reichweite und Zahlen für Deutschland

Wichtig für die Einordnung: Prime-Video-Werbung ist in Deutschland keine Neuheit von 2026, sondern läuft bereits seit Februar 2024 als Standardoption.

Wer bei Prime Video werbefrei schauen möchte, zahlt seither einen Aufpreis auf das Abo — die Werbung ist also der Standardfall, nicht die Ausnahme.

2026 erweitert Amazon Ads die Prime-Video-Werbung neu auf Belgien, Dänemark, Norwegen und die Türkei — Deutschland gehört nicht zu dieser Erweiterungswelle, weil der deutsche Markt bereits etabliert ist.

Das ist für Sie als deutscher Amazon-Händler ein Vorteil: Sie profitieren von einem eingespielten, gut dokumentierten Werbeformat statt von einem Produkt in der frühen Testphase.

Zur Reichweite in Zahlen:

  • In Deutschland erreicht Prime Video nach Amazon-Angaben mehr als 17 Millionen monatlich aktive werbefinanzierte Nutzer (Stand: erster deutscher Amazon-Ads-Upfront, Juni 2025)
  • Weltweit liegt die werbefinanzierte Reichweite von Prime Video bei über 315 Millionen monatlichen Zuschauern (Anfang 2026), nach rund 200 Millionen im April 2024
  • Fire TV ist als eigene Inventarquelle in Amazon DSP integriert — Kampagnen, die bereits auf Prime Video laufen, lassen sich mit einem zusätzlichen Buchungsschritt auf Fire-TV-Channels ausweiten

⚠️ Achtung: Nach Amazon-eigenen Auswertungen überschneiden sich Fire-TV- und Prime-Video-Zuschauer kaum (nur rund 3 Prozent) — Fire-TV-Werbung bringt also echte zusätzliche Reichweite und ist kein reines Duplikat der Prime-Video-Kampagne.

Die CPMs für Prime-Video-Werbung bewegen sich laut mehreren Branchenquellen aktuell im Bereich von etwa 25 bis 45 US-Dollar pro 1.000 Ausspielungen, abhängig von Zielgruppe, Saison und Buchungsweg.

Das liegt spürbar über den CPCs klassischer Sponsored-Products-Kampagnen — was auch daran liegt, dass Connected-TV-Werbung primär auf Markenbekanntheit (Awareness) zielt, nicht auf direkten Klick-Abverkauf.

Für die Einordnung in Ihre Gesamtplanung lohnt sich ein Blick auf den ersten deutschen Amazon-Ads-Upfront im Juni 2025: Dort positionierte Amazon Prime Video ausdrücklich als Ergänzung zum klassischen TV-Werbemarkt in Deutschland, nicht als Ersatz. Für Sie als Händler heißt das: CTV-Werbung ergänzt Ihre bestehenden Amazon-Ads-Kampagnen, sie ersetzt sie nicht.

So melden Sie sich für Amazon Streaming-TV-Werbung an: Voraussetzungen und Schritte

Der Einstieg in Prime-Video-Werbung und Fire-TV-Werbung ist heute deutlich einfacher als noch vor zwei Jahren. Diese Kriterien sollten Sie vorab prüfen:

1. Brand Registry ist Pflicht. Ohne registrierte Marke im Amazon Brand Registry gibt es keinen Zugang zu Amazon Streaming-TV-Werbung — weder self-service noch managed.

2. Aktives Amazon-Ads-Konto. Sie benötigen ein bestehendes Werbekonto mit hinterlegter Zahlungsmethode; die Buchung läuft über dieselbe Konsole wie Sponsored Products und Sponsored Brands.

3. Kreatives Videomaterial. Anders als bei Sponsored Products reicht ein Produktbild nicht — Sie benötigen einen kurzen Videospot (typischerweise 15 bis 30 Sekunden), der auch aus vorhandenem Bildmaterial erstellt werden kann.

4. Budget realistisch planen. Zwar gibt es kein festgeschriebenes Mindestbudget mehr, praxiserprobt braucht ein Test aber ausreichend Volumen für belastbare Frequenzwerte — Branchenquellen nennen hier vierstellige Monatsbudgets als sinnvollen Einstiegspunkt für erste Lerneffekte.

5. Zielgruppendefinition. Amazon DSP erlaubt granulares Targeting auf Basis von Kaufverhalten, Kategorie-Interesse und demografischen Daten — hier entscheidet sich, ob Ihre Kampagne an die richtigen Haushalte ausgespielt wird.

6. Erfolgsmessung vorab festlegen. Da dieses Werbeformat primär Awareness-Metriken wie Reichweite, Frequenz und Video-Completion-Rate liefert, sollten Sie vorab definieren, wie Sie den Effekt auf nachgelagerte Sponsored-Products-Kampagnen messen wollen.

7. Kreativrichtlinien beachten. Amazon gibt technische Vorgaben zu Format, Länge und Auflösung des Videospots vor; wer bereits Content für Sponsored-Brands-Video oder Social-Media-Anzeigen produziert hat, kann diesen mit geringem Zusatzaufwand für Streaming-TV-Werbung anpassen.

💰 Kosten-Hinweis: Rechnen Sie neben dem reinen Media-Budget auch Produktionskosten für den Videospot ein — bei bestehendem Produktfoto- oder Video-Material reduziert sich dieser Aufwand deutlich.

Für die technische Umsetzung und laufende Optimierung Ihrer Kampagnen — von der ersten Fire-TV-Werbung bis zur Verzahnung mit Ihrer Sponsored-Products-Strategie — unterstützt AMZ+ Consulting Amazon-Händler in DACH im gesamten Werbe-Setup.

Wenn Sie prüfen möchten, ob Connected-TV-Werbung für Ihr Sortiment sinnvoll ist, buchen Sie gerne ein kostenloses Erstgespräch mit unserem Team.

Rechenbeispiel: Connected-TV-Werbung im Amazon-PPC-Funnel

Rechenbeispiel: Angenommen, ein Amazon-Händler mit einer Küchengeräte-Marke verkauft aktuell primär über Sponsored Products und Sponsored Brands, mit einem monatlichen Werbebudget von 8.000 Euro.

Er entscheidet sich, testweise 1.500 Euro dieses Budgets in eine vierwöchige Prime-Video-Werbekampagne zu verschieben, kombiniert mit Fire-TV-Werbung über Amazon DSP.

Bei einem angenommenen CPM von 35 Euro würde dieses Budget rund 43.000 Ausspielungen ermöglichen — verteilt auf eine klar eingegrenzte Zielgruppe von Haushalten mit nachgewiesenem Interesse an Küchenausstattung.

Parallel dazu laufen die bestehenden Sponsored-Products-Kampagnen auf die identischen ASINs weiter, jedoch mit erhöhter Aufmerksamkeit für die Suchbegriffe der beworbenen Produktlinie.

Die Funnel-Logik dahinter: Connected-TV-Werbung erzeugt Markenbekanntheit und Suchinteresse (oberer Funnel), während Sponsored Products und Sponsored Brands die eigentliche Conversion abschließen (unterer Funnel).

⚠️ Achtung: Dieses Rechenbeispiel ist rein illustrativ und ersetzt keine individuelle Budgetplanung — reale CPMs, Reichweiten und Konversionseffekte hängen stark von Kategorie, Saison und Zielgruppengröße ab.

Wichtig ist die Erwartungshaltung: Dieses Werbeformat liefert in aller Regel keinen direkten, unmittelbar zurechenbaren ROAS wie eine Sponsored-Products-Kampagne.

Ihr Nutzen zeigt sich eher indirekt — etwa an steigenden Brand-Search-Volumina, verbesserter Klickrate auf Sponsored-Brands-Anzeigen oder einem leicht steigenden organischen Anteil am Umsatz.

Genau deshalb empfehlen wir bei AMZ+ Consulting, ein CTV-Budget nie isoliert zu betrachten, sondern immer im Zusammenspiel mit der gesamten Amazon-PPC-Kontostruktur zu bewerten — inklusive Suchbegriffs-Entwicklung, Sponsored-Brands-Klickrate und organischem Ranking der beworbenen ASINs.

Wer eine strukturierte Q4- oder Saisonplanung für sein gesamtes Werbebudget aufsetzen möchte, findet ergänzende Ansätze in unserem Artikel zur Amazon Q4-Werbebudgetplanung 2026.

Was Sie jetzt tun können (Aktionsplan)

  1. Brand-Registry-Status prüfen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Marke im Amazon Brand Registry eingetragen ist — ohne das läuft bei Connected-TV-Werbung nichts.

  2. Vorhandenes Videomaterial sichten. Prüfen Sie, ob Sie bereits Produktvideos, Influencer-Content oder Werbematerial haben, das sich zu einem 15- bis 30-Sekunden-Spot verarbeiten lässt.

  3. Testbudget definieren. Legen Sie ein realistisches, klar abgegrenztes Testbudget für vier bis acht Wochen Prime-Video- und Fire-TV-Werbung fest.

  4. Zielgruppe eingrenzen. Definieren Sie, welche Haushalte über Amazon DSP angesprochen werden sollen — etwa nach Kategorie-Interesse oder bisherigem Kaufverhalten.

  5. Erfolgskennzahlen festlegen. Bestimmen Sie vor Kampagnenstart, welche Awareness- und Brand-Search-Metriken Sie zur Erfolgsmessung heranziehen.

  6. Sponsored-Products-Kampagnen synchronisieren. Stellen Sie sicher, dass die beworbenen ASINs auch in Ihren bestehenden Sponsored-Products- und Sponsored-Brands-Kampagnen ausreichend Budget und Sichtbarkeit haben.

  7. Ergebnisse nach vier Wochen auswerten. Vergleichen Sie Brand-Search-Volumen, organischen Traffic und Sponsored-Brands-Performance vor und nach dem Test.

  8. Mit einem Amazon-Ads-Partner abstimmen. Lassen Sie sich bei der Einrichtung und Auswertung von einem erfahrenen Partner wie AMZ+ Consulting begleiten, um Fehleinschätzungen bei der Erfolgsmessung zu vermeiden.

Wenn Sie diesen Aktionsplan nicht allein umsetzen möchten: Buchen Sie ein kostenloses Erstgespräch — wir prüfen gemeinsam mit Ihnen, ob und wie Connected-TV-Werbung für Ihr Amazon-Konto sinnvoll ist.

Als Alternative oder Ergänzung zur manuellen Steuerung nutzen wir bei AMZ+ Consulting auch MarketplAIce, unsere eigene KI-Plattform, um Werbebudgets über alle Kampagnentypen hinweg vorausschauend zu verteilen.

FAQ

Was ist Amazon Connected-TV-Werbung genau?

Amazon Connected-TV-Werbung ist Videowerbung, die auf internetfähigen Fernsehern über Prime Video, Fire TV Channels, Twitch und angebundene Streaming-Plattformen ausgespielt wird. Sie wird über die Amazon-Ads-Konsole als Streaming-TV-Ads oder programmatisch über Amazon DSP gebucht.

Ist Prime-Video-Werbung in Deutschland bereits verfügbar?

Ja. Prime-Video-Werbung läuft in Deutschland bereits seit Februar 2024 standardmäßig, mit aktuell über 17 Millionen monatlich aktiven werbefinanzierten Nutzern hierzulande. Die 2026-Expansion auf Belgien, Dänemark, Norwegen und die Türkei betrifft Deutschland nicht, da der Markt schon etabliert ist.

Brauche ich ein Mindestbudget für Amazon DSP oder Streaming-TV-Werbung?

Für das Self-Service-Format Streaming TV Ads (vormals Sponsored TV) gibt es kein festgeschriebenes Mindestbudget mehr — jeder Brand-Registry-Händler kann buchen. Managed-Service-Kampagnen über Amazon DSP mit persönlicher Betreuung setzen dagegen häufig weiterhin höhere Budgets ab rund 50.000 US-Dollar voraus.

Können auch kleinere Amazon-Händler Connected-TV-Werbung buchen, nicht nur große Marken?

Ja, sofern die Marke im Amazon Brand Registry eingetragen ist. Die Öffnung als Self-Service-Produkt richtet sich explizit an Händler, die zuvor keinen Zugang zu klassischen TV-Werbeformaten hatten.

Wie unterscheidet sich Fire-TV-Werbung von Prime-Video-Werbung?

Beide laufen technisch über dieselbe Amazon-DSP-Infrastruktur, erreichen aber unterschiedliche Zuschauer. Nach Amazon-Angaben überschneiden sich Fire-TV- und Prime-Video-Zuschauer nur zu rund 3 Prozent, sodass Fire-TV-Werbung zusätzliche Reichweite statt Duplikation bringt.

Wie passt Connected-TV-Werbung zu einer bestehenden Amazon-PPC-Strategie?

Connected-TV-Werbung wirkt als oberer Funnel-Baustein: Sie erzeugt Markenbekanntheit und Suchinteresse, während Sponsored Products und Sponsored Brands im unteren Funnel die Conversion übernehmen. Sinnvoll ist eine parallele Steuerung beider Ebenen, etwa im Rahmen einer umfassenden Amazon-PPC-Agentur-Betreuung.

Was kostet Prime-Video-Werbung ungefähr?

Branchenquellen nennen für 2026 CPMs von etwa 25 bis 45 US-Dollar pro 1.000 Ausspielungen auf Prime-Video-Inventar, abhängig von Zielgruppe, Saison und Buchungsweg. Feste, allgemeingültige Preise gibt es nicht — die tatsächlichen Kosten ergeben sich erst im Auktionsverfahren der Kampagne.

Über den Autor Jorginho Engelmeyer ist Geschäftsführer der AMZ+ Consulting GmbH und seit über 8 Jahren auf Amazon, Otto und Kaufland für Händler aktiv. → Kostenloses Erstgespräch buchen

Zuletzt aktualisiert: 02.08.2026

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