Amazon FBA-Gebühren Q4 2026: Lagerkosten & Peak-Fees
FBA-Gebühren Q4 2026 im Überblick: Lagergebühren, Aged Inventory Surcharge und Peak-Fees. So kalkulieren Sie Ihre Marge richtig.

Die kurze Antwort: Ab Oktober 2026 zahlen Sie für Ihre Amazon-FBA-Lagerfläche wieder deutlich mehr als im Rest des Jahres — die Lagergebühren steigen von rund 27,46 €/m³ auf rund 39,60 €/m³, zusätzlich kommt ein Peak-Zuschlag von 0,38 € pro versandter Einheit hinzu.
Parallel greift ab 181 Tagen Lagerdauer der Aged Inventory Surcharge, der sich bei 271 und 365 Tagen nochmals verschärft.
Gleichzeitig hat Amazon zum 15.12.2025 und zum 01.02.2026 einige prozentuale Verkaufsgebühren gesenkt — im Schnitt um 0,17 € pro verkaufter Einheit in den europäischen Stores — während die Lager-, Rücksende- und Liquidationsgebühren gezielt angehoben wurden.
Unterm Strich heißt das für DACH-Händler: Wer jetzt nicht sauber zwischen Umsatzgebühren, FBA-Gebühren Q4 2026 und Aged Inventory Surcharge unterscheidet, verliert Marge, ohne es zu merken.
In diesem Artikel erklären wir, was sich konkret ändert, was das für Ihre Q4-Kalkulation bedeutet und wie Sie mit klaren Regeln vermeiden, dass die Peak-Fees Ihre Weihnachtssaison auffressen.
Als Amazon-Agentur AMZ+ Consulting begleiten wir Händler seit Jahren durch genau diese Saison — deshalb ordnen wir die Zahlen hier so ein, wie wir sie auch mit unseren Kunden besprechen.
Was sich bei den Amazon-FBA-Gebühren 2026 grundsätzlich ändert
Amazon hat für 2026 zwei Bewegungen gleichzeitig angekündigt, und genau das macht die FBA-Gebühren Q4 2026 für viele Händler verwirrend.
Auf der einen Seite sinken ab dem 15.12.2025 und dem 01.02.2026 mehrere prozentuale Verkaufsgebühren in den europäischen Stores, unter anderem in den Kategorien Bekleidung, Heimbedarf, Haustierbedarf sowie Lebensmittel & Feinkost.
✅ Nach Amazons eigener Ankündigung sinken die Gebühren dadurch im Schnitt um 0,17 € pro verkaufter Einheit in den europäischen Stores.
Zusätzlich werden die FBA-Versandgebühren für Pakete in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und dem UK um durchschnittlich 0,32 € gesenkt, und die Fulfillment-Gebühren für niedrigpreisige Artikel bis 20 € wurden ausgeweitet und im Schnitt um 0,45 € pro Einheit reduziert.
⚠️ Gleichzeitig kündigt Amazon gezielte Erhöhungen an: Die monatlichen Lagergebühren, die Gebühren für Rücksendungen an Verkäufer und die Liquidationsgebühren steigen — laut Amazon insgesamt um durchschnittlich 0,02 € pro FBA-versandter Einheit.
Für die tägliche Praxis bedeutet das: Ihre Verkaufsgebühren sinken tendenziell leicht, aber Ihre Lagerkosten und die Kosten für Rücksendungen steigen — und genau dort schlagen dann zusätzlich die Aged Inventory Surcharge und die Peak-Fees im vierten Quartal zu.
Wer nur auf die Prozentsätze der Verkaufsgebühr schaut, übersieht damit leicht, dass die eigentliche Kostenverschiebung im Lager- und Retourenbereich passiert.
Bei AMZ+ Consulting sehen wir das immer wieder bei neuen Kunden: Die Verkaufsprovision wird genau geprüft, aber Lagergebühren und Aged Inventory Surcharge laufen unbemerkt im Hintergrund mit.
Das ist auch der Grund, warum wir Fee-Änderungen wie diese für unsere Kunden laufend im Blick behalten — mehr dazu auch im Artikel zu den Amazon-Gebührenänderungen im Herbst 2026.
Amazon Lagergebühren Q4 2026: So teuer wird der Platz im Fulfillment-Center
Der klassische Q4-Effekt bleibt 2026 bestehen: Amazon berechnet für Oktober bis Dezember deutlich höhere monatliche Lagergebühren als in der übrigen Jahreszeit, weil in dieser Zeit die Nachfrage nach Lagerplatz im Fulfillment-Netzwerk am höchsten ist.
💰 Nach aktuellen Fee-Übersichten liegt die Standard-Lagergebühr (Januar bis September) bei rund 27,46 €/m³, während sie von Oktober bis Dezember auf rund 39,60 €/m³ steigt.
Wer im September für das Weihnachtsgeschäft bevorratet, zahlt damit ab Oktober automatisch den höheren Peak-Satz — unabhängig davon, wann die Ware ursprünglich eingelagert wurde.
Zusätzlich zur reinen Lagergebühr kommt ein separater Peak-Zuschlag auf die Fulfillment-Gebühr: Für den Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember wird pro versandter Einheit ein Aufschlag von 0,38 € auf die reguläre Versandgebühr fällig.
Für ein Small-Standard-Produkt kann die tatsächliche Fulfillment-Gebühr dadurch in Summe spürbar über den regulären Satz hinaus steigen.
⚠️ Wichtig: Diese Peak-Fees gelten pro versandter Einheit, nicht nur für eingelagerte Ware — sie treffen also auch Händler, die im Q4 besonders viele Bestellungen ausliefern.
Für sperrige oder übergroße Artikel (Oversize) fallen die Lagerkosten je Kubikmeter grundsätzlich niedriger aus als bei Standardware, dafür steigen dort die absoluten Kosten schneller mit dem Volumen.
Wenn Sie mit AWD (Amazon Warehousing and Distribution) und automatischer Nachbestellung arbeiten, kann laut Amazon bis Ende Oktober noch der Off-Peak-Satz gelten — ein Detail, das Sie in Ihrem Seller Central individuell prüfen sollten, da sich solche Übergangsregeln von Jahr zu Jahr ändern können.
Diese Kombination aus höheren Lagergebühren Q4 und Peak-Fees ist der Hauptgrund, warum wir bei AMZ+ Consulting unseren Kunden empfehlen, die Bestandsplanung für die Weihnachtssaison spätestens im August final zu machen.
Aged Inventory Surcharge: Ab wann und wie viel Sie für alte Ware zahlen
Neben den saisonalen Lagerkosten läuft parallel ein zweiter Kostenblock, der viele Händler kalt erwischt: der Aged Inventory Surcharge, teils noch als Langzeitlagergebühr bekannt.
Dieser Zuschlag wird zusätzlich zur normalen monatlichen Lagergebühr erhoben, sobald ein Artikel eine bestimmte Zeit im Fulfillment-Center liegt, und er wird in der Regel einmal im Monat auf Basis einer FIFO-Betrachtung (First In, First Out) berechnet.
Die grobe Logik der Staffelung sieht laut mehreren Fee-Übersichten so aus:
- Ab 181 Tagen Lagerdauer beginnt die erste Zuschlagsstufe des Aged Inventory Surcharge — deutlich früher als bei der alten Long-Term-Storage-Fee, die noch bei 271 beziehungsweise 365 Tagen ansetzte.
- Ab 271 Tagen erhöht sich der Zuschlag pro Kubikfuß beziehungsweise pro Einheit nochmals spürbar.
- Ab 365 Tagen greift die höchste Stufe — nach Rückmeldungen aus dem Amazon-Verkäuferforum liegt der Zuschlag hier bei rund 0,20 € pro Einheit und Monat zusätzlich zur regulären Lagergebühr, was speziell kleinteilige, langsam drehende Artikel überproportional trifft.
⚠️ Achtung: Genau dieser dritte Punkt hat im Verkäuferforum für Diskussionen gesorgt — ein Händler mit langsam drehenden Glückwunschkarten schilderte, dass ein monatlicher Zuschlag von 0,20 € pro Einheit bei geringem Stückpreis wirtschaftlich kaum noch tragbar ist.
💡 Tipp: Die exakten Schwellenwerte und Beträge können sich je nach Marktplatz, Kategorie und Ankündigungsdatum leicht unterscheiden. Prüfen Sie die aktuellen Werte für Ihr Konto immer direkt im Bericht „Lagerübersicht" beziehungsweise „Alterung des Lagerbestands" in Ihrem Seller Central, bevor Sie größere Entscheidungen treffen.
Für die Praxis bedeutet die Aged Inventory Surcharge vor allem eines: Bestände, die Sie für Q4 aufgebaut haben, aber nicht rechtzeitig verkaufen, werden nach dem Jahreswechsel richtig teuer.
Mehr Hintergrund zur Berechnungslogik und zu den Reaktionsmöglichkeiten finden Sie auch in unserem Artikel zum Amazon Aged Inventory Surcharge 2026.
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre aktuelle Bestandsstrategie für Q4 und die Zeit danach sauber kalkuliert ist, lohnt sich ein kostenloses Erstgespräch mit unserem Team — wir schauen uns Ihre Lager- und Aged-Inventory-Situation gemeinsam mit Ihnen an.
Rechenbeispiel: So wirken sich Lagergebühren und Peak-Fees auf ein Q4-Sortiment aus
Rechenbeispiel: Angenommen, ein Händler lagert im September 2 m³ Standardware ein, die er komplett bis Weihnachten verkaufen möchte.
Bei der Standard-Lagergebühr von rund 27,46 €/m³ würde ein Monat Lagerung außerhalb der Saison etwa 55 € kosten.
Sobald der Bestand in den Oktober hineinreicht, greift die Peak-Lagergebühr von rund 39,60 €/m³ — für dieselben 2 m³ wären das rund 79 € pro Monat, also rund 24 € mehr allein durch die Lagergebühr.
Angenommen, von diesem Bestand werden im Oktober und November 500 Einheiten verkauft: Zusätzlich zur regulären Fulfillment-Gebühr fällt der Peak-Zuschlag von 0,38 € pro Einheit an, also rund 190 € zusätzliche Versandkosten für diese 500 Einheiten.
⚠️ Angenommen, 50 dieser Einheiten verkaufen sich nicht wie geplant und liegen im März 2027 immer noch über 365 Tage im Lager: Dann kommt zusätzlich der Aged Inventory Surcharge von rund 0,20 € pro Einheit und Monat hinzu — bei 50 Einheiten wären das rund 10 € zusätzlich pro Monat, Monat für Monat, bis der Bestand verkauft oder entfernt wird.
In der Summe zeigt dieses vereinfachte Rechenbeispiel, dass die eigentliche Gefahr nicht die einzelne Gebühr ist, sondern die Kombination aus Peak-Lagergebühr, Peak-Fulfillment-Zuschlag und Aged Inventory Surcharge, wenn Bestandsplanung und Abverkauf nicht zusammenpassen.
Diese Art von Szenario rechnen wir bei AMZ+ Consulting für unsere Kunden regelmäßig mit den echten, aktuellen Kontodaten durch — pauschale Online-Rechner ersetzen das nicht, weil Kategorie, Größenklasse und individuelle Lagerhistorie stark variieren.
Was Sie jetzt tun können (Aktionsplan)
- Bestandsreichweite pro SKU prüfen: Ermitteln Sie für jede aktive SKU, wie viele Tage der aktuelle Bestand voraussichtlich bis zum Abverkauf im Lager liegt, um Aged-Inventory-Risiken frühzeitig zu erkennen.
- Q4-Wareneingang zeitlich staffeln: Planen Sie Ihre Einlagerung so, dass nicht der komplette Weihnachtsbestand bereits im September ankommt und damit unnötig lange dem Peak-Satz ausgesetzt ist.
- Langsamdreher identifizieren: Nutzen Sie den Bericht zur Bestandsalterung in Seller Central, um Artikel zu finden, die sich der 181-Tage- beziehungsweise 271-Tage-Marke nähern.
- Rechtzeitig abverkaufen oder entfernen: Entscheiden Sie für Langsamdreher aktiv zwischen Preisaktion, Bündelung oder Entfernungsauftrag, bevor der volle Aged Inventory Surcharge greift.
- Peak-Fees in die Kalkulation einpreisen: Rechnen Sie den Peak-Zuschlag von 0,38 € pro Einheit fest in Ihre Q4-Deckungsbeitragsrechnung ein, statt ihn erst in der Buchhaltung zu entdecken.
- Fee-Änderungen laufend beobachten: Prüfen Sie regelmäßig den Bericht „Gebühren- und Wirtschaftlichkeitsvorschau" in Seller Central, da sich Prozentsätze und Schwellenwerte im Jahresverlauf ändern können.
- Externe Einschätzung einholen: Lassen Sie Ihre komplette Q4-Kalkulation von einer Amazon-Agentur wie AMZ+ Consulting gegenprüfen, bevor Sie große Mengen einlagern — ein zweiter Blick verhindert teure Überraschungen im neuen Jahr.
FAQ
Ab wann gelten die höheren Lagergebühren für Q4 2026?
Die höhere Peak-Lagergebühr gilt für den Lagerzeitraum Oktober bis Dezember und wird automatisch auf den Bestand angewendet, der in diesen Monaten im Fulfillment-Center liegt — unabhängig vom ursprünglichen Einlagerungsdatum.
Wie unterscheidet sich die Aged Inventory Surcharge von der klassischen Langzeitlagergebühr?
Die Aged Inventory Surcharge setzt nach aktuellen Fee-Übersichten bereits ab 181 Tagen Lagerdauer an, während die frühere Long-Term-Storage-Fee erst ab 271 beziehungsweise 365 Tagen berechnet wurde — die Schwelle wurde also spürbar vorgezogen.
Gilt der Peak-Zuschlag von 0,38 € nur für eingelagerte Ware?
Nein, der Peak-Zuschlag von 0,38 € wird pro versandter Einheit im Zeitraum Oktober bis Dezember berechnet und betrifft damit auch Bestellungen aus Beständen, die bereits vor Oktober eingelagert wurden.
Sinken die Amazon-Gebühren 2026 insgesamt oder steigen sie?
Beides gleichzeitig: Amazon senkt mehrere prozentuale Verkaufsgebühren und einzelne Fulfillment-Gebühren im Schnitt um 0,17 € pro verkaufter Einheit, erhöht aber gezielt Lager-, Rücksende- und Liquidationsgebühren, was laut Amazon im Schnitt zu 0,02 € Mehrkosten pro FBA-versandter Einheit führt.
Wie finde ich heraus, ob mein Bestand von der Aged Inventory Surcharge betroffen ist?
Nutzen Sie den Bericht zur Bestandsalterung beziehungsweise die Lagerübersicht in Ihrem Seller Central, dort sehen Sie pro SKU, wie lange der Bestand bereits eingelagert ist und ob eine Zuschlagsstufe erreicht wurde.
Lohnt sich AWD (Amazon Warehousing and Distribution), um Peak-Fees zu umgehen?
AWD kann in bestimmten Konstellationen mit automatischer Nachbestellung von Übergangsregeln profitieren, ersetzt aber keine grundsätzliche Bestandsplanung — prüfen Sie die aktuellen Konditionen für Ihr Konto individuell in Seller Central.
Wie hilft eine Agentur wie AMZ+ Consulting konkret bei den FBA-Gebühren Q4 2026?
Wir prüfen gemeinsam mit Ihnen Ihre Bestandsstruktur, identifizieren Aged-Inventory-Risiken frühzeitig und passen Ihre Q4-Kalkulation an die aktuellen Lagergebühren und Peak-Fees an, teilweise unterstützt durch unsere eigene KI-Plattform MarketplAIce, die Bestands- und Kostenentwicklung laufend im Blick behält.
Über den Autor Jorginho Engelmeyer ist Geschäftsführer der AMZ+ Consulting GmbH und seit über 8 Jahren auf Amazon, Otto und Kaufland für Händler aktiv. → Kostenloses Erstgespräch buchen
Zuletzt aktualisiert: 02.08.2026
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