Amazon FNSKU & Produktkennzeichnung 2026: Etiketten richtig
Amazon FNSKU 2026: Ab 31. März gilt FNSKU-Pflicht für Nicht-Brand-Registry-Händler. So kennzeichnen Sie FBA-Einheiten korrekt — Format, Größe, Fehler vermeiden.

Die kurze Antwort: Die FNSKU (Fulfillment Network Stock Keeping Unit) ist der Amazon-eigene Barcode, mit dem jede FBA-Einheit eindeutig Ihrem Konto zugeordnet wird. Ab dem 31. März 2026 verlangt Amazon von allen Händlern, die nicht in der Brand Registry registriert sind, ein FNSKU-Etikett auf jeder einzelnen FBA-Einheit. Markeninhaber in der Brand Registry dürfen weiterhin GS1-Barcodes (EAN/UPC) nutzen. Das Etikett muss scannbar sein (Standard: Code 128), rund 52 × 25 mm groß, auf einer glatten Fläche platziert und alle anderen Barcodes verdecken. Amazon bietet 2026 keine nachträgliche Etikettenkorrektur mehr an — fehlerhafte Sendungen werden einbehalten oder abgelehnt. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie korrekt kennzeichnen und Kosten vermeiden.
Die richtige Kennzeichnung entscheidet über einen reibungslosen Wareneingang. Dieser Leitfaden erklärt Pflichten, Format und Stolperfallen 2026.
Inhalt
- Was die FNSKU ist
- Die FNSKU-Pflicht ab März 2026
- FBA-Einheiten in 7 Schritten kennzeichnen
- Etikett-Anforderungen im Detail
- Häufige Fehler
- Kennzeichnung im Multichannel
- FAQ
Was die FNSKU ist
Die FNSKU ist ein Barcode, den Amazon beim Anlegen eines Produkts für FBA erzeugt. Anders als die EAN, die das Produkt allgemein identifiziert, ordnet die FNSKU eine Einheit Ihrem Verkäuferkonto zu.
Das ist wichtig für getrennte Bestände: Verkaufen mehrere Händler dasselbe Produkt, sorgt die FNSKU dafür, dass Ihre Ware nicht mit fremder vermischt wird (Stichwort: kein „Commingling" bei falscher Qualität).
Die FNSKU-Pflicht ab März 2026
Der zentrale Change 2026: Ab dem 31. März 2026 müssen Händler ohne Brand-Registry-Eintrag jede FBA-Einheit mit einem FNSKU-Etikett versehen. Wer bisher mit dem Hersteller-Barcode (GS1) eingeliefert hat und kein Markeninhaber ist, muss seinen Workflow umstellen.
Wer ist betroffen? Vor allem Wiederverkäufer und Händler ohne eigene, in der Brand Registry hinterlegte Marke. Markeninhaber in der Brand Registry können weiterhin GS1-Barcodes verwenden.
💡 Tipp: Wenn Sie eine eigene Marke führen, lohnt der Eintrag in die Brand Registry doppelt — er vereinfacht die Kennzeichnung und schützt Ihre Marke. Das ist oft der bessere Weg als dauerhaftes Einzel-Etikettieren.
FBA-Einheiten in 7 Schritten kennzeichnen
So kennzeichnen Sie 2026 korrekt:
- FNSKU erzeugen — beim Anlegen der SKU für FBA in Seller Central generiert Amazon den Code.
- Etiketten drucken — als PDF direkt aus Seller Central, Code 128, empfohlene Größe ca. 52 × 25 mm.
- Druckqualität prüfen — scharfer Kontrast, keine Streifen; ein nicht scannbares Etikett ist wertlos.
- Fremd-Barcodes abdecken — EAN/UPC des Herstellers vollständig überkleben.
- Richtig platzieren — auf einer ebenen, glatten Fläche, nicht an Kanten oder Wölbungen.
- Pro Einheit ein Etikett — jede einzelne verkaufsfertige Einheit kennzeichnen.
- Vor Versand kontrollieren — Stichprobe scannen, dann erst dem Versandplan hinzufügen.
Diese Reihenfolge verhindert die häufigste Ursache für Wareneingangs-Verzögerungen: fehlerhafte Etiketten.
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Etikett-Anforderungen im Detail
- Barcode-Typ: Code 128 ist Standard für FNSKU.
- Größe: ca. 52 × 25 mm (rund 2 × 1 Zoll) oder vergleichbar.
- Lesbarkeit: von außen scannbar, gut zugänglich.
- Platzierung: flache Fläche, nicht über Ecken oder Rundungen.
- Verdeckung: alle anderen Barcodes müssen unlesbar sein.
⚠️ Achtung: Amazon bietet 2026 keinen Etikettierungs-Korrekturservice mehr an. Fehlerhafte Etikettierung kann zu Verzögerungen beim Wareneingang oder zur Ablehnung der Sendung führen. Die Genauigkeit liegt vollständig bei Ihnen — das gilt es beim Versandplan einzuplanen.
Kennzeichnung im Multichannel
Otto und Kaufland arbeiten mit eigenen Produktkennzeichnungen und EAN-Pflichten. Wer über mehrere Kanäle verkauft, muss Barcodes und Bestände sauber getrennt führen.
Unsere eigene KI-Plattform MarketplAIce hält Produktdaten und Bestände kanalübergreifend konsistent — von der EAN über die FNSKU bis zur Verfügbarkeit. Als AMZ+ Consulting sorgen wir dafür, dass Ihre Kennzeichnung auf jedem Marktplatz passt.
Was Sie jetzt tun können
- Prüfen, ob Sie betroffen sind — kein Brand-Registry-Eintrag heißt FNSKU-Pflicht ab 31. März 2026.
- Druckprozess umstellen und Etikettengröße kontrollieren.
- Fremd-Barcodes konsequent abdecken.
- Brand Registry prüfen, wenn Sie eine eigene Marke haben.
Wenn Sie Ihre FBA-Kennzeichnung nicht selbst dauerhaft managen wollen, ist AMZ+ Consulting als Marktplatz-Agentur Ihr Partner für saubere Prozesse auf Amazon und darüber hinaus.
FAQ: Häufige Fragen zur Amazon FNSKU 2026
Was ist eine FNSKU?
Die FNSKU ist ein Amazon-eigener Barcode, der jede FBA-Einheit eindeutig Ihrem Verkäuferkonto zuordnet. Anders als die EAN, die ein Produkt allgemein identifiziert, verhindert die FNSKU, dass Ihre Ware mit fremder vermischt wird.
Ist die FNSKU 2026 Pflicht?
Ab dem 31. März 2026 ist ein FNSKU-Etikett auf jeder FBA-Einheit für alle Händler Pflicht, die nicht in der Brand Registry registriert sind. Markeninhaber in der Brand Registry dürfen weiterhin GS1-Barcodes wie EAN oder UPC verwenden.
Wie groß muss ein FNSKU-Etikett sein?
Amazon empfiehlt rund 52 × 25 mm (etwa 2 × 1 Zoll) oder vergleichbare Maße. Der Standard-Barcodetyp ist Code 128. Das Etikett muss scharf gedruckt und gut scannbar sein.
Muss ich Hersteller-Barcodes abdecken?
Ja. Alle anderen Barcodes auf der Verpackung müssen vollständig überklebt oder unlesbar gemacht werden, damit im Wareneingang ausschließlich die FNSKU gescannt wird. Sonst kann es zu Fehlbuchungen kommen.
Was passiert bei falscher Kennzeichnung?
Fehlerhafte oder nicht scannbare Etiketten führen zu Verzögerungen beim Wareneingang, Nachbearbeitung oder zur Ablehnung der Sendung. Amazon bietet 2026 keinen Korrekturservice mehr an, deshalb muss die Kennzeichnung vor dem Versand stimmen.
Kann ich als Markeninhaber die EAN weiter nutzen?
Ja. Markeninhaber, die in der Brand Registry registriert sind, können weiterhin GS1-Barcodes (EAN/UPC) für die FBA-Anlieferung verwenden. Für sie gilt die FNSKU-Etikettierungspflicht ab März 2026 nicht zwingend.
Kann eine Agentur die Kennzeichnung übernehmen?
Ja. AMZ+ Consulting richtet als Marktplatz-Agentur den Kennzeichnungs- und Versandprozess ein, prüft die Etikettierung und hält Produktdaten kanalübergreifend konsistent — über Amazon, Otto und Kaufland.
Über den Autor
Jorginho Engelmeyer ist Geschäftsführer der AMZ+ Consulting GmbH und seit über 8 Jahren auf Amazon, Otto und Kaufland für Händler aktiv. Mit seinem Team verbindet er Agenturleistung mit eigener KI-Technologie, um Marktplatz-Händler vorausschauend und datengetrieben zu skalieren.
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Zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2026
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