Amazon IPI 2026: Bestandsleistungsindex verbessern
Amazon IPI 2026: So halten Sie Ihren Bestandsleistungsindex über 400, vermeiden Restock-Limits und Lagergebühren und sichern volle FBA-Kapazität.

Die kurze Antwort: Der Amazon IPI (Inventory Performance Index, deutsch Bestandsleistungsindex) misst auf einer Skala bis 1.000, wie effizient Sie Ihren FBA-Lagerbestand bewirtschaften. Die kritische Schwelle liegt aktuell bei 400 Punkten. Fallen Sie darunter, drohen Restock-Limits und Lagerplatz-Beschränkungen. 2025 hat Amazon die Kapazität zusätzlich verschärft: von sechs auf fünf Monate prognostizierten Absatz und ASIN-genaue Restock-Limits pro SKU. Wer stabil über 500 liegt, bekommt regelmäßig mehr Lagerkapazität zugeteilt. Der IPI setzt sich aus vier Faktoren zusammen: Überbestand, Verkaufsrate (Sell-Through), festhängender Bestand (Stranded Inventory) und In-Stock-Rate. Sie verbessern ihn, indem Sie Ladenhüter auflösen, ununterbrochen lieferfähig bleiben und Listing-Fehler beheben. Als AMZ+ Consulting steuern wir genau diese Hebel datengetrieben, damit Ihre FBA-Kapazität nie zum Wachstumsbremsklotz wird.
Sehen wir uns an, wie der Bestandsleistungsindex funktioniert und wo die größten Hebel liegen.
Inhalt
- Was der Amazon IPI genau misst
- Warum die 400er-Schwelle 2026 so wichtig ist
- In 7 Schritten den IPI verbessern
- Rechenbeispiel: Was ein schlechter IPI kostet
- Wie AMZ+ Consulting Ihren Bestand steuert
Was der Bestandsleistungsindex misst
Der IPI ist eine Kennzahl von 0 bis 1.000, die Amazon rollierend berechnet. Er bildet ab, wie gut Sie Ihr FBA-Lager in bare Verkäufe umsetzen, ohne Kapital in totem Bestand zu binden.
Vier Faktoren fließen ein: Überbestand (zu viel eingelagerte Ware), Sell-Through-Rate (wie schnell verkauft wird), festhängender Bestand (Ware, die durch Listing-Fehler nicht verkäuflich ist) und die In-Stock-Rate (wie zuverlässig gefragte Artikel verfügbar sind).
Jeder dieser Faktoren ist ein direkter Hebel. Ein festhängender Artikel wegen eines deaktivierten Listings zieht den Score genauso runter wie 500 Einheiten eines Ladenhüters. Für sauberes Nachschub-Timing lohnt der Blick auf unsere Amazon Bestandsplanung & Restock.
Warum die 400er-Schwelle 2026 zählt
Fällt Ihr IPI unter 400, schränkt Amazon sofort ein: Sie können weniger neue Ware einsenden, bestehende Bestände nur begrenzt auffüllen und riskieren Auslastungs-Zuschläge auf Überbestand. Das trifft besonders im Q4-Peak, wenn Kapazität am wertvollsten ist.
2025 hat Amazon die Regeln verschärft. Die Lager-Allokation sank von sechs auf fünf Monate prognostizierten Absatz, und ASIN-genaue Restock-Limits pro einzelner SKU wurden reaktiviert. Ein guter Gesamt-Score schützt Sie also nicht mehr automatisch auf Einzelartikel-Ebene.
Wer stabil über 500 liegt, bekommt erfahrungsgemäß spürbar mehr Kapazität. Der IPI ist damit kein reiner Vanity-Wert, sondern entscheidet direkt darüber, wie stark Sie skalieren können.
In 7 Schritten den IPI verbessern (2026)
So heben Sie Ihren Bestandsleistungsindex systematisch an:
- Stranded Inventory auflösen — Prüfen Sie wöchentlich den Bericht "Festhängender Bestand" und reaktivieren oder korrigieren Sie betroffene Listings sofort.
- Überbestand abbauen — Identifizieren Sie Ladenhüter über 90 Tage Lagerdauer und räumen Sie sie über Rabatte, Outlet oder Entsorgung ab.
- In-Stock-Rate sichern — Halten Sie Ihre Bestseller über 90 Prozent Verfügbarkeit; jeder Out-of-Stock kostet Score und Ranking.
- Sell-Through erhöhen — Steuern Sie Nachschubmengen an der echten Verkaufsgeschwindigkeit, nicht am Bauchgefühl.
- Nachschub takten — Senden Sie kleinere, häufigere Mengen statt großer Einmal-Lieferungen, um Überbestand zu vermeiden.
- Restock-Limits im Blick behalten — Beobachten Sie die ASIN-Limits pro SKU und priorisieren Sie Kapazität für margenstarke Artikel.
- Wöchentlich monitoren — Der IPI ist rollierend; nur regelmäßige Kontrolle verhindert, dass Sie unter 400 rutschen.
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Rechenbeispiel: Was ein schlechter IPI kostet
Rechenbeispiel (hypothetisch): Ein Händler mit 50.000 Euro Monatsumsatz rutscht im Oktober unter 400 IPI. Amazon halbiert die einsendbare Menge kurz vor dem Q4-Peak.
Statt 8.000 planbaren Einheiten dürfen nur 4.000 eingesendet werden. Läuft der Bestseller während der stärksten Wochen leer, gehen bei angenommen 15 Euro Deckungsbeitrag pro Einheit und 2.000 verpassten Verkäufen rund 30.000 Euro Deckungsbeitrag verloren.
Dazu kommen mögliche Auslastungs-Zuschläge auf den Überbestand, der die Kapazität blockiert. Der IPI ist damit keine Nebensache, sondern ein direkter Umsatz- und Margentreiber.
Was Sie jetzt tun können
- Score prüfen — Sehen Sie Ihren aktuellen IPI in Seller Central und notieren Sie den Abstand zur 400er-Schwelle.
- Stranded-Report abarbeiten — Räumen Sie festhängenden Bestand als schnellsten Quick Win zuerst ab.
- Ladenhüter markieren — Listen Sie alle SKUs über 90 Tage Lagerdauer und entscheiden Sie über Abverkauf.
- Restock-Kalender bauen — Planen Sie Nachschub in kleineren Takten statt großer Einzellieferungen.
- Experten einbinden — Lassen Sie Ihren Bestand von AMZ+ Consulting datengetrieben durchleuchten, bevor der nächste Peak kommt.
FAQ: Häufige Fragen zum Amazon IPI 2026
Wie hoch muss der IPI mindestens sein?
Die kritische Schwelle liegt aktuell bei 400 Punkten. Darunter drohen Restock-Limits und Lagerplatz-Beschränkungen. Für maximale Kapazität sollten Sie stabil über 500 liegen.
Wie oft wird der IPI aktualisiert?
Der IPI wird rollierend berechnet und laufend angepasst. Deshalb reicht eine einmalige Korrektur nicht; nur regelmäßiges Monitoring hält den Score verlässlich oben.
Was ist festhängender Bestand (Stranded Inventory)?
Das ist Ware, die zwar im Lager liegt, aber wegen eines Listing-Problems nicht verkäuflich ist. Sie zieht den IPI runter, obwohl sie eigentlich verkaufsfähig wäre. Die Behebung ist meist der schnellste Score-Gewinn.
Zählt der IPI pro Konto oder pro SKU?
Der Gesamt-Score gilt fürs Konto. Seit 2025 gibt es aber zusätzlich ASIN-genaue Restock-Limits pro SKU, sodass ein guter Gesamt-Score einzelne Artikel nicht mehr automatisch schützt.
Was passiert bei Überbestand?
Überbestand senkt den IPI und kann Auslastungs-Zuschläge auslösen. Amazon berechnet dabei Kapazität nur noch für fünf statt sechs Monate prognostizierten Absatz, was den Puffer verkleinert.
Hilft ein hoher IPI beim Ranking?
Indirekt ja. Ein guter IPI sichert die In-Stock-Rate, und dauerhafte Verfügbarkeit ist ein wichtiger Faktor für Ranking und Buy-Box. Out-of-Stock-Phasen kosten beides.
Kann eine Agentur den IPI übernehmen?
Ja. AMZ+ Consulting monitort den Score, löst festhängenden Bestand auf, steuert Nachschub-Takte und priorisiert Kapazität nach Marge, damit Sie sich aufs Wachstum konzentrieren können.
Über den Autor
Jorginho Engelmeyer ist Geschäftsführer der AMZ+ Consulting GmbH und seit über 8 Jahren auf Amazon, Otto und Kaufland für Händler aktiv. Mit seinem Team verbindet er Agenturleistung mit eigener KI-Technologie, um Marktplatz-Händler vorausschauend und datengetrieben zu skalieren.
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Zuletzt aktualisiert: 25. Juli 2026
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