Amazon Posts 2026: Warum das Social-Shopping-Feature eingestellt wurde und was jetzt zählt
Amazon Posts wurde 2025 eingestellt. Wir erklären, was das für Ihre Social-Shopping-Strategie 2026 bedeutet und welche Amazon-Formate jetzt die Rolle übernehmen.

Die kurze Antwort: Amazon Posts, das kostenlose Content-Feature für Brand-Registry-Verkäufer mit Lifestyle-Bildern und klickbaren Produktlinks direkt im Amazon-Feed, wurde zum 31. Juli 2025 offiziell eingestellt. Amazon selbst begründete den Schritt öffentlich mit sinkenden Impressionen und der geplanten Neugestaltung von Such- und Detailseiten, verbunden mit dem Fokus auf gesponserte Werbeformate.
Wenn Sie in Ihrer Suche nach "Amazon Posts" auf dieser Seite gelandet sind, ist das die wichtigste Information vorab: Sie können das Feature seit August 2025 nicht mehr nutzen, egal wie neu Ihr Markenkonto ist. Wichtiger als die Trauer um ein abgeschaltetes Feature ist für Sie als Händler die Frage, was jetzt an seine Stelle tritt. Amazon Live, A+ Content mit Markengeschichte, Sponsored-Brands-Videoanzeigen und eine gezielte Verknüpfung mit Ihren eigenen Social-Media-Kanälen übernehmen 2026 die Aufgaben, die Posts früher erfüllt hat, teils sogar wirkungsvoller. Wir ordnen ein, was tatsächlich noch funktioniert.
Was war Amazon Posts und warum wurde es abgeschaltet?
Amazon Posts war ein kostenloses Feature für Verkäufer und Hersteller mit registrierter Marke in der Amazon Brand Registry. Marken konnten lifestyle-artige Bilder und kurze Bildunterschriften mit klickbaren Produktverlinkungen veröffentlichen, die in einem eigenen Feed erschienen, ähnlich einem Social-Media-Kanal innerhalb von Amazon selbst.
Amazon hat die Erstellung neuer Beiträge im Juni 2025 zunächst eingeschränkt und das Programm zum 31. Juli 2025 vollständig eingestellt. Alle zugehörigen Programmierschnittstellen wurden abgeschaltet, bestehende Inhalte sind seither nicht mehr zugänglich. Als offiziellen Grund nannte Amazon rückläufige Nutzerzahlen des Feeds sowie die parallele Überarbeitung von Such- und Produktdetailseiten, in deren Zuge Amazon seine Ressourcen stärker auf gesponserte Werbelösungen konzentrieren wollte.
Zur Einordnung: Auch das ambitioniertere Schwesterprojekt Inspire, ein an TikTok angelehnter Video-Feed, den Amazon in den USA getestet hatte, wurde nie in Deutschland eingeführt und mittlerweile ebenfalls eingestellt. Für deutsche und europäische Verkäufer bedeutet das: Der Versuch, innerhalb von Amazon einen eigenständigen Social-Media-Feed zu etablieren, ist aktuell beendet, ohne direkten Nachfolger mit identischem Funktionsumfang. Wenn Sie unsicher sind, wie sich das auf Ihre bestehende Content-Strategie auswirkt, ist das ein guter Ausgangspunkt für ein Erstgespräch mit uns.
Für Sie als Marke bedeutet das gleichzeitig eine Verschiebung in der Denkweise: Statt regelmäßig kleine, kostenlose Beiträge in einem separaten Feed zu veröffentlichen, konzentriert sich Amazon jetzt darauf, Markeninhalte direkt in den Kaufprozess einzubetten, etwa auf der Produktdetailseite selbst oder in Werbeformaten mit garantierter Sichtbarkeit. Das ist inhaltlich weniger beiläufig als ein Feed-Beitrag, dafür aber näher am eigentlichen Kaufmoment des Kunden. Wer diese Verschiebung versteht, kann seine Ressourcen gezielter einsetzen, statt zu versuchen, ein abgeschaltetes Feature nachzubauen.
Diese Amazon-Formate übernehmen 2026 die Rolle von Posts
Auch ohne Posts müssen Sie auf Storytelling und Markenbindung innerhalb von Amazon nicht verzichten, die Werkzeuge dafür sind nur andere geworden. Amazon Live ist dabei die direkteste Entsprechung zum Gedanken von Social Shopping: Über die kostenlose Amazon Live Creator App können registrierte Markeninhaber Shoppable-Livestreams starten, in denen Zuschauer live Fragen stellen und direkt über ein Produktkarussell einkaufen können. Amazon Live ist offiziell auch für Deutschland verfügbar, sowohl als selbst produziertes Format als auch als Managed-Service-Kampagne über Amazon Ads.
Für statischen, aber weiterhin lifestyle-orientierten Content bleibt A+ Content mit Markengeschichte, häufig als Brand Story bezeichnet, Ihr wichtigstes Werkzeug. Hier lassen sich Bilder, kurze Texte und eine Markenerzählung fest auf der Produktdetailseite verankern, statt sie in einem separaten, mittlerweile abgeschalteten Feed zu veröffentlichen. Ergänzend dazu bieten Sponsored-Brands-Videoanzeigen und der Brand Store selbst Raum für genau die Art von emotionalem, bildstarkem Content, den Posts früher kostenlos transportiert hat, allerdings mit stärkerer Steuerung über Werbebudget und Platzierung.
Der letzte Baustein liegt außerhalb von Amazon selbst: Verlinken Sie gezielt von Ihren eigenen Social-Media-Kanälen wie Instagram oder TikTok auf Ihre Amazon-Angebote, idealerweise über Amazon Attribution, um Traffic und Wirkung messbar zu machen. Diese Kombination aus Amazon-internen Formaten und extern gesteuertem Social Traffic ersetzt Posts nicht eins zu eins, deckt aber inhaltlich einen Großteil dessen ab, was das Feature geleistet hat.
Ein Unterschied bleibt bestehen und sollte realistisch eingeordnet werden: Amazon Posts war für jede Marke mit Brand-Registry-Zugang ohne zusätzliche Hürden nutzbar, die neuen Formate erfordern entweder etwas mehr Produktionsaufwand, wie bei Amazon Live, oder ein Werbebudget, wie bei Sponsored-Brands-Video. Für kleinere Marken mit sehr begrenzten Ressourcen bedeutet das, dass Social-Shopping-Präsenz auf Amazon 2026 tendenziell etwas mehr Planung erfordert als früher, dafür aber gezielter auf den eigentlichen Kaufabschluss einzahlt.
So bauen Sie 2026 Social-Shopping-Präsenz ohne Amazon Posts auf
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Bestandsaufnahme Ihrer Brand-Registry-Assets machen. Prüfen Sie, welche A+-Content-Module, Brand-Store-Seiten und bisherigen Posts-Inhalte Sie noch besitzen, und identifizieren Sie, welche visuellen Assets sich für andere Formate weiterverwenden lassen.
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Amazon Live testen, wenn Ihr Produkt erklärungsbedürftig ist. Besonders bei Produkten mit Anwendungsfragen oder emotionalem Kaufanlass lohnt sich ein erster, kurzer Livestream über die kostenlose Creator App, bevor Sie in einen kostenpflichtigen Managed Service investieren.
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Brand Story in A+ Content aktiv pflegen. Nutzen Sie das Modul für Markengeschichten auf Ihren wichtigsten Produktdetailseiten, statt es einmalig einzurichten und dann zu vergessen. Aktualisieren Sie Bilder und Botschaften regelmäßig, ähnlich wie Sie es früher bei Posts getan hätten.
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Sponsored-Brands-Video gezielt für Storytelling einsetzen. Setzen Sie Videoanzeigen nicht nur für reine Produktabbildungen ein, sondern für kurze Anwendungsszenen, die Ihre Markenwerte transportieren.
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Social-Media-Kanäle mit Amazon-Attribution verknüpfen. Richten Sie Attribution-Links für Ihre wichtigsten Social-Media-Postings ein, damit Sie nachvollziehen können, wie viel Traffic und Umsatz tatsächlich von außen auf Amazon einzahlt.
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Erfolg regelmäßig über mehrere Formate hinweg vergleichen. Werten Sie Klickrate, Verweildauer und Umsatzbeitrag von Amazon Live, A+ Content und Sponsored Brands gemeinsam aus, um Budget und Aufwand dorthin zu verschieben, wo die Wirkung am größten ist.
Wenn Sie diese Neuausrichtung nicht allein stemmen möchten, unterstützen wir Sie bei AMZ+ Consulting dabei, aus den verbliebenen Amazon-Formaten eine stimmige Content- und Werbestrategie zu bauen. Mehr zu unserem Angebot finden Sie unter Leistungen.
Rechenbeispiel: Angenommen, Sie hatten bislang wöchentlich zwei Amazon-Posts-Beiträge veröffentlicht
Rechenbeispiel: Angenommen, Sie haben bislang wöchentlich zwei Amazon-Posts-Beiträge veröffentlicht und dafür intern rund zwei Stunden Aufwand für Bildauswahl und Text eingeplant, macht acht Stunden im Monat ohne direkte Werbekosten. Ersetzen Sie diesen Aufwand durch einen monatlichen kurzen Amazon-Live-Stream mit rund vier Stunden Vorbereitung sowie eine quartalsweise Aktualisierung Ihrer Brand Story mit angenommenen zwei Stunden Aufwand, ergibt sich ein ähnlicher Zeitaufwand von grob sechs bis sieben Stunden im Monat, jetzt jedoch verteilt auf Formate, die weiterhin aktiv unterstützt werden.
Falls Sie zusätzlich ein kleines monatliches Budget von beispielsweise 150 Euro für Sponsored-Brands-Video einplanen, um Ihre Markenbotschaft mit garantierter Sichtbarkeit statt organischer Reichweite zu transportieren, entspricht das ungefähr dem, was viele Händler zuvor indirekt in die Bildproduktion für Posts investiert haben. Bitte beachten Sie: Dies ist ein vereinfachtes Rechenbeispiel zur Veranschaulichung der Aufwandsverschiebung, keine Prognose für Ihre tatsächlichen Kosten oder Ergebnisse, die von Branche, Produkt und Ausgangslage abhängen.
Der entscheidende Unterschied zu früher liegt weniger im reinen Zeitaufwand als in der Zielrichtung: Während Posts vor allem auf beiläufige Sichtbarkeit im Feed setzte, sind Amazon Live und Sponsored-Brands-Video enger an messbare Ergebnisse wie Klicks, Verweildauer und tatsächliche Verkäufe gekoppelt. Für die interne Erfolgskontrolle ist das ein Vorteil, weil sich der Aufwand künftig leichter rechtfertigen lässt als bei einem Feature, dessen Wirkung sich kaum belastbar messen ließ.
Was Sie jetzt tun können
Prüfen Sie zunächst, ob in Ihrem Seller-Central-Konto noch Hinweise auf ehemalige Posts-Inhalte vorhanden sind, und sichern Sie sich, falls möglich, die verwendeten Bilddateien für eine Zweitverwertung in A+ Content oder auf Social Media. Testen Sie danach einen ersten, unaufwendigen Amazon-Live-Stream über die kostenlose Creator App, um ein Gefühl für das Format zu bekommen, bevor Sie größere Ressourcen investieren.
Überprüfen Sie parallel, ob Ihre Brand Story im A+ Content noch aktuell ist oder seit Monaten unverändert dasteht, und planen Sie eine regelmäßige Aktualisierung fest ein. Wenn Sie diese Neuausrichtung Ihrer Content-Strategie lieber mit erfahrener Unterstützung angehen möchten, buchen Sie ein kostenloses Erstgespräch. Einen ergänzenden Überblick zu aktuellen Werbeformaten finden Sie auch in unserem Artikel zu Amazon PPC Alternativen.
Setzen Sie sich außerdem eine realistische Frist, etwa vier bis sechs Wochen, um die neue Aufteilung zwischen Amazon Live, A+ Content und bezahlten Formaten einmal vollständig durchzuspielen, bevor Sie eine endgültige Entscheidung über Ihr Budget für 2026 treffen. Gerade weil sich die Ausgangslage durch die Abschaltung von Posts für alle Marktteilnehmer gleichzeitig verändert hat, lohnt sich ein nüchterner Blick auf das, was bei Ihren eigenen Produkten tatsächlich Wirkung zeigt, statt sich an pauschalen Empfehlungen aus dem Netz zu orientieren.
FAQ: Häufige Fragen zu Amazon Posts und Social Shopping 2026
Kann ich Amazon Posts 2026 noch irgendwie nutzen?
Nein. Amazon hat das Programm zum 31. Juli 2025 vollständig eingestellt, alle zugehörigen Schnittstellen wurden abgeschaltet und bestehende Inhalte sind nicht mehr zugänglich. Es gibt keine Möglichkeit, das Feature in seiner ursprünglichen Form weiter zu nutzen.
Warum hat Amazon Posts abgeschaltet?
Amazon nannte offiziell rückläufige Impressionen des Feeds sowie die geplante Neugestaltung von Such- und Detailseiten als Gründe und kündigte an, sich stärker auf gesponserte Werbeformate konzentrieren zu wollen.
War Amazon Posts überhaupt für deutsche Verkäufer verfügbar?
Amazon Posts war ursprünglich in erster Linie auf US-Konten ausgerichtet, wurde aber im Zeitverlauf auch für Marken in weiteren Ländern zugänglich. Das ist inzwischen ohnehin nicht mehr relevant, da das Feature weltweit eingestellt wurde.
Was ist der beste Ersatz für Amazon Posts?
Es gibt keinen direkten Eins-zu-eins-Ersatz. Die Kombination aus Amazon Live für bewegte, interaktive Inhalte und einer aktiv gepflegten Brand Story im A+ Content für statische Inhalte deckt die meisten früheren Posts-Funktionen inhaltlich ab.
Ist Amazon Live in Deutschland verfügbar?
Ja, Amazon Live ist laut offizieller Länderliste von Amazon Ads für Deutschland verfügbar, sowohl über die kostenlose Creator App als auch als Managed-Service-Angebot über Amazon Ads.
Kostet mich die Umstellung auf die neuen Formate mehr als Amazon Posts?
Amazon Live über die Creator App und die Pflege der Brand Story im A+ Content sind grundsätzlich kostenlos nutzbar, ähnlich wie Amazon Posts es war. Zusätzliche Kosten entstehen nur, wenn Sie sich für Managed-Service-Kampagnen oder ergänzende Sponsored-Brands-Video-Anzeigen entscheiden.
Lohnt sich für die Umstellung eine Agentur oder kann ich das selbst umsetzen?
Einen ersten Amazon-Live-Stream oder eine aktualisierte Brand Story können Sie mit etwas Einarbeitung selbst umsetzen. Wenn Sie mehrere Formate koordiniert aufeinander abstimmen und die Wirkung sauber messen möchten, lohnt sich häufig eine begleitende Betreuung, wie wir sie bei AMZ+ Consulting anbieten.
Über den Autor Jorginho Engelmeyer ist Geschäftsführer der AMZ+ Consulting GmbH und seit über 8 Jahren auf Amazon, Otto und Kaufland für Händler aktiv. → Kostenloses Erstgespräch buchen
Zuletzt aktualisiert: 11.08.2026
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