Otto KI-Features für Händler 2026: Was neu ist
Otto KI-Features 2026: Die neue OTTO DSP, Keyword-Targeting für Sponsored Product Ads und was Ottos KI-Offensive für Marktplatz-Händler bedeutet. Mit FAQ.

Die kurze Antwort: OTTO hat sein Werbe- und KI-Angebot 2025/26 deutlich ausgebaut. Die zwei wichtigsten Neuerungen für Händler sind das Keyword-Targeting für Sponsored Product Ads (live seit August 2025) und die eigene OTTO DSP, eine Demand Side Platform für programmatische Werbung (live seit Oktober 2025). Mit Keyword-Targeting steuern Sie selbst, bei welchen Suchbegriffen Ihre Anzeigen erscheinen, statt sich allein auf OTTOs automatisches Matching zu verlassen. Die DSP baut OTTO komplett inhouse und stützt sie auf Millionen aktive Kundenkonten mit wertvollen First-Party-Daten. Insgesamt wuchs OTTOs Retail-Media-Umsatz im Geschäftsjahr 2025/26 laut OTTO um rund 49 Prozent. Für Händler heißt das: mehr Steuerung und mehr Präzision – aber auch mehr Komplexität, die gepflegt werden will.
OTTO nutzt KI nach eigenen Angaben seit vielen Jahren. 2025/26 hat der Konzern das Tempo aber spürbar erhöht und aus dem Werbegeschäft eine eigene Wachstumssparte gemacht. Dieser Beitrag ordnet die neuen Features ein und zeigt, was davon für Marktplatz-Händler wirklich zählt. Bei AMZ+ Consulting begleiten wir Händler durch genau diese Umstellung – weg von der reinen Automatik, hin zu strukturierter, datengetriebener Werbung.
Inhaltsverzeichnis
- Warum OTTO 2026 auf KI und Retail Media setzt
- Neuerung 1: Keyword-Targeting für Sponsored Product Ads
- Neuerung 2: Die eigene OTTO DSP
- In 5 Schritten die neuen Otto-Features nutzen
- Rechenbeispiel: Automatik allein reicht nicht mehr
- Was Sie jetzt tun können
- FAQ
Warum OTTO 2026 auf KI und Retail Media setzt
Retail Media – also Werbung direkt auf dem Marktplatz – ist bei OTTO eine der am schnellsten wachsenden Sparten. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2025/26 laut OTTO Advertising um rund 49 Prozent und wächst damit deutlich schneller als der Gesamtmarkt. Das ist kein Zufall, sondern die logische Folge eines Geschäftsmodells, in dem der Marktplatz auf riesigen Datenmengen sitzt und diese für präzise Werbung nutzbar macht.
Der Grund für den Erfolg: OTTO verfügt über wertvolle First-Party-Daten. Millionen aktive Konten, Kaufhistorie und Suchverhalten machen präzises Targeting möglich – ohne Abhängigkeit von Drittanbieter-Cookies, die im Werbemarkt zunehmend wegfallen. Für Händler bedeutet das: Wer die neuen Werkzeuge nutzt, kann seine Sichtbarkeit gezielter steuern als je zuvor. Die Zeiten, in denen man ein Produkt einfach nur einstellte und auf organische Sichtbarkeit hoffte, sind auf einem wachsenden Marktplatz vorbei.
Neue Features sind allerdings kein Selbstläufer. Keyword-Targeting und DSP entfalten ihren Wert nur mit sauberer Struktur und laufender Optimierung. Falsch aufgesetzt verbrennen sie Budget schneller als der alte Automatik-Modus, weil Sie plötzlich selbst für die Steuerung verantwortlich sind. Genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Händler, die diszipliniert messen und nachsteuern, gewinnen – wer die neuen Hebel unbedacht einschaltet, zahlt drauf. Wie Sie profitabel werben, vertiefen wir im Beitrag zu Otto Retail Media 2026.
Neuerung 1: Keyword-Targeting für Sponsored Product Ads
Seit August 2025 können Händler bei den Sponsored Product Ads selbst festlegen, bei welchen Suchbegriffen ihre Anzeigen ausgespielt werden. Vorher lief das ausschließlich über OTTOs automatisches, kontextbasiertes Matching. Das ist ein grundlegender Schritt, weil Sie damit die Kontrolle bekommen, die Sie von Amazon-PPC oder Google Ads kennen: konkrete Keywords, individuelle Gebote und gezielte Aussteuerung.
Der praktische Vorteil liegt in der Präzision. Sie buchen konkrete Suchbegriffe über das Partner-Portal Partner Connect, setzen Gebote pro Keyword und können auch gezielt angrenzende Kategorien besetzen, um dort sichtbar zu werden, wo Ihre Wettbewerber noch nicht aktiv sind. Ein automatischer Keyword-Report zeigt zusätzlich, welche Begriffe historisch Traffic gebracht haben – das ist eine wertvolle Datenbasis, um von Anfang an auf die richtigen Suchbegriffe zu setzen, statt blind zu testen.
Die Logik ähnelt stark dem, was Händler von Amazon kennen: Sie starten mit einer klaren Keyword-Struktur, beobachten, welche Begriffe konvertieren, und schieben Budget zu den profitablen Suchbegriffen. Wer bei Amazon sauber arbeitet, findet sich bei OTTO schnell zurecht. Der entscheidende Fehler wäre, das Keyword-Targeting als Ersatz für die Automatik zu verstehen. Beide Systeme ergänzen sich: Die Automatik entdeckt neue Suchbegriffe, das manuelle Targeting besetzt die kaufstarken Begriffe gezielt und mit voller Kostenkontrolle.
Neuerung 2: Die eigene OTTO DSP
Seit Oktober 2025 betreibt OTTO eine eigene Demand Side Platform (DSP) – eine Plattform für programmatische Werbung, die OTTO komplett inhouse gebaut hat, statt Technik von Drittanbietern zu lizenzieren. Das ist strategisch bedeutsam, weil OTTO damit die Wertschöpfung im Werbegeschäft behält und die eigenen Daten nicht aus der Hand gibt.
Das Besondere: Die DSP stützt sich auf OTTOs First-Party-Daten aus Millionen aktiven Konten und spielt Werbung nicht nur auf otto.de aus, sondern laut OTTO auch bei Premium-Publishern und auf digitalen Außenwerbeflächen (Digital-out-of-Home). Sie richtet sich zunächst an Media-Agenturen und größere Werbetreibende und ist im Self-Service sowie als Managed Service verfügbar. Damit reicht OTTOs Werbeangebot über den reinen Marktplatz hinaus.
Für die meisten Marktplatz-Händler ist die DSP heute noch nicht das erste Werkzeug – sie zielt eher auf Marken mit größerem Media-Budget, die Zielgruppen über verschiedene Kanäle hinweg ansprechen wollen. Aber sie zeigt die Richtung: OTTO baut ein datengetriebenes Werbe-Ökosystem, in dem präzises Targeting zum Standard wird. Wenn Ihr Media-Budget wächst, lohnt es sich, die DSP im Blick zu behalten. Für den Alltag bleibt jedoch für die allermeisten Händler das Keyword-Targeting bei den Sponsored Product Ads der wichtigere und direkt profitable Hebel.
Was die KI-Offensive insgesamt für Händler bedeutet, lässt sich in vier Punkten zusammenfassen. Erstens: mehr Steuerung – Keyword-Targeting gibt Ihnen die Kontrolle, die Sie von Amazon kennen, und macht Werbung planbarer. Zweitens: mehr Präzision – die First-Party-Daten machen Zielgruppen genauer erreichbar, weil OTTO nicht auf Drittanbieter-Cookies angewiesen ist. Drittens: mehr Komplexität – zwei parallele Systeme aus Automatik und manueller Steuerung wollen gepflegt werden, was Zeit und Know-how kostet. Und viertens: mehr Wettbewerb – wenn alle präziser werben, steigt der Druck auf schlecht gepflegte Kampagnen spürbar. Die gute Nachricht bleibt: Die Logik ähnelt dem Amazon-PPC, und wer dort sauber arbeitet, überträgt seine Routinen mit wenig Reibung auf OTTO.
In 5 Schritten die neuen Otto-Features nutzen
So gehen Sie 2026 Schritt für Schritt vor:
- Sponsored Product Ads prüfen. Schauen Sie zuerst nach, ob Ihre Kampagnen noch rein automatisch laufen – das ist der Ausgangspunkt für jede Optimierung.
- Keyword-Targeting testen. Buchen Sie Ihre wichtigsten Suchbegriffe manuell und setzen Sie Gebote pro Keyword, zunächst auf den umsatzstärksten Produkten.
- Keyword-Report auswerten. Nutzen Sie den automatischen Report, um zu sehen, welche Begriffe tatsächlich Traffic und Umsatz bringen, und schieben Sie Budget dorthin.
- Automatik und manuell kombinieren. Ersetzen Sie die Automatik nicht, sondern ergänzen Sie sie – die Automatik entdeckt Neues, das Targeting besetzt das Kaufstarke.
- Ergebnisse messen. Halten Sie ROAS und Klickrate laufend gegen Ihre Ziele und pausieren Sie konsequent, was nicht liefert.
Beginnen Sie mit einem kleinen Test auf Ihren umsatzstärksten Produkten. Was dort funktioniert, rollen Sie danach breiter aus. Wenn Sie die Kampagnen nicht selbst optimieren wollen, übernimmt AMZ+ Consulting die Steuerung Ihrer Otto-Werbung – vorausschauend und datengetrieben.
Rechenbeispiel: Automatik allein reicht nicht mehr
Rechenbeispiel: Angenommen, ein Händler gibt monatlich 2.000 Euro für Sponsored Product Ads aus, die seit Jahren rein automatisch laufen, und erreicht damit einen ROAS von 4 – also 8.000 Euro Werbeumsatz. Die Kampagnen funktionieren, aber der ROAS stagniert seit Monaten.
Ein Wettbewerber steigt auf Keyword-Targeting um, besetzt gezielt die kaufstarken Suchbegriffe und verbessert seine Aussteuerung spürbar. Er zieht damit Sichtbarkeit genau dort ab, wo gekauft wird. Angenommen, der erste Händler verliert dadurch 20 Prozent seines Werbeumsatzes – bei gleichem Budget sinkt sein Werbeumsatz von 8.000 auf 6.400 Euro und der ROAS von 4 auf 3,2. Er merkt es zunächst kaum, weil seine absoluten Zahlen nur langsam nachgeben.
Die Lehre: Die neuen Features sind kein optionales Extra. Wer bei der reinen Automatik bleibt, während andere präziser werben, verliert schleichend Boden – genau an den Suchbegriffen, an denen das Geld verdient wird. Die genannten Zahlen sind ein hypothetisches Rechenbeispiel und keine garantierten Ergebnisse; sie zeigen aber die Richtung, in die sich der Wettbewerb bewegt.
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Was Sie jetzt tun können
Ihr Aktionsplan für Ottos neue KI-Features 2026:
- Keyword-Targeting auf den Top-Produkten testen, bevor Sie breit ausrollen.
- Automatik und manuell kombinieren statt ersetzen.
- Keyword-Report regelmäßig auswerten und Budget umschichten.
- DSP im Blick behalten, sobald Ihr Media-Budget wächst.
- Ergebnisse über alle Kanäle vergleichbar messen.
OTTO, Amazon und Kaufland bauen alle ihre KI- und Werbe-Ökosysteme aus – mit jeweils eigenen Regeln, Formaten und Reports. Wer auf mehreren Kanälen wirbt, muss überall aktuell bleiben. Unsere eigene KI-Plattform MarketplAIce steuert Gebote und Kampagnen vorausschauend über Amazon, Otto und Kaufland und erkennt Chancen, bevor Budget verpufft – damit Sie nicht drei Werbesysteme parallel von Hand pflegen müssen. Wie sich die Werbung sauber ins Gesamtbild fügt, lesen Sie im Beitrag zu Otto Retail Media 2026. Und wenn Sie eine Agentur an Ihrer Seite wollen, die als Otto-Agentur 2026 Ihre Kampagnen steuert, ist AMZ+ Consulting Ihr Ansprechpartner.
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FAQ
Was ist neu bei Otto Advertising 2026?
Die zwei wichtigsten Neuerungen sind das Keyword-Targeting für Sponsored Product Ads (seit August 2025) und die eigene OTTO DSP (seit Oktober 2025). Der Retail-Media-Umsatz wuchs im Geschäftsjahr 2025/26 laut OTTO Advertising um rund 49 Prozent. Zusammen verschieben diese Neuerungen die Werbung auf OTTO klar in Richtung datengetriebene Steuerung.
Was bringt Keyword-Targeting bei Otto?
Sie steuern selbst, bei welchen Suchbegriffen Ihre Anzeigen erscheinen, und setzen Gebote pro Keyword. Damit gewinnen Sie die Kontrolle, die Sie von Amazon-PPC kennen, und können gezielt kaufstarke Suchbegriffe besetzen. Ein Keyword-Report zeigt zusätzlich, welche Begriffe historisch Traffic gebracht haben.
Was ist die OTTO DSP?
Eine eigene Demand Side Platform für programmatische Werbung, die OTTO seit Oktober 2025 inhouse betreibt. Sie stützt sich auf OTTOs First-Party-Daten aus Millionen aktiver Kundenkonten und spielt Werbung auch außerhalb von otto.de aus. Sie richtet sich vor allem an Media-Agenturen und größere Werbetreibende.
Lohnt sich die DSP für kleine Händler?
Aktuell eher nicht als erstes Werkzeug – die DSP zielt auf Marken mit größerem Media-Budget. Für die meisten Händler sind Sponsored Product Ads mit Keyword-Targeting der wichtigere und direkt profitable Hebel. Behalten Sie die DSP im Blick, wenn Ihr Werbebudget deutlich wächst.
Muss ich meine bisherigen Otto-Kampagnen umstellen?
Nicht ersetzen, sondern ergänzen. Keyword-Targeting ist als Zusatz zur automatischen Ausspielung gedacht. Die beste Wirkung erzielen Sie, wenn Sie beide Ansätze kombinieren: Die Automatik entdeckt neue Suchbegriffe, das manuelle Targeting besetzt die kaufstarken Begriffe gezielt.
Ähnelt Otto-Werbung dem Amazon-PPC?
Ja, die Logik ist vergleichbar. Keyword-Gebote und CPC-Steuerung kennen Sie von Amazon und Google. Wer dort sauber arbeitet, findet sich bei OTTO schnell zurecht und kann bewährte Strukturen und Routinen weitgehend übertragen.
Hilft eine Agentur bei Ottos Werbe-Features?
Ja. AMZ+ Consulting setzt als Marktplatz-Agentur Ihre Otto-Kampagnen auf, kombiniert Automatik und Keyword-Targeting und steuert das Budget datengetrieben über alle Kanäle. So nutzen Sie die neuen Werkzeuge, ohne selbst drei Werbesysteme parallel pflegen zu müssen.
Über den Autor Jorginho Engelmeyer ist Geschäftsführer der AMZ+ Consulting GmbH und seit über 8 Jahren auf Amazon, Otto und Kaufland für Händler aktiv. → Kostenloses Erstgespräch buchen
Zuletzt aktualisiert: 14. Juli 2026
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