Amazon Verkaufsprovision 2026: Provisionssätze je Kategorie
Amazon Verkaufsprovision 2026: Provisionssätze je Kategorie, Mindestgebühr und die 2026er Senkungen. So kalkulieren Händler ihre echte Marge richtig.

Die kurze Antwort: Die Amazon-Verkaufsprovision (Referral Fee) beträgt 2026 je nach Kategorie meist zwischen 8 % und 15 % vom Gesamtpreis (Artikel + Versand), mindestens jedoch 0,30 EUR pro verkaufter Einheit. Amazon hat für 2026 eine der größten Senkungen seiner Geschichte angekündigt — im Schnitt rund 0,17 EUR weniger pro Einheit in den europäischen Stores, dazu deutlich reduzierte Sätze in einzelnen Kategorien: Bekleidung bis 15 EUR sinkt etwa von 8 % auf 5 %, Home-Produkte bis 20 EUR von 15 % auf 8 %. Die Provision ist neben den FBA-Gebühren der größte Kostenblock — wer seine Marge kennen will, muss sie exakt kalkulieren. Dieser Beitrag zeigt die Sätze, die Senkungen und wie Sie richtig rechnen.
Viele Händler kennen ihren Verkaufspreis, aber nicht ihre echte Marge nach allen Gebühren. Die Verkaufsprovision ist dabei der erste große Abzug. Dieser Leitfaden macht sie greifbar.
Inhalt
- Was die Verkaufsprovision ist
- Provisionssätze je Kategorie 2026
- Die Gebührensenkungen 2026
- In 5 Schritten Ihre echte Marge berechnen
- Was Sie jetzt tun können
- FAQ
Was die Verkaufsprovision ist
Die Verkaufsprovision (Referral Fee) ist der prozentuale Anteil, den Amazon pro Verkauf einbehält. Sie fällt für jeden Händler an — unabhängig davon, ob Sie über FBA oder selbst versenden.
Berechnet wird sie auf den Gesamtpreis: Artikelpreis plus Versandkosten (und ggf. Geschenkverpackung). Es gilt eine Mindestprovision von 0,30 EUR pro Einheit.
Wichtig zur Abgrenzung: Die Verkaufsprovision ist nicht dasselbe wie die FBA-Gebühren. FBA-Gebühren zahlen Sie nur bei Versand durch Amazon; die Verkaufsprovision zahlen alle.
Provisionssätze je Kategorie 2026
Die Höhe hängt an der Produktkategorie. Als grobe Orientierung für 2026:
- Die meisten Kategorien: 15 % (z. B. viele Consumer-Produkte, Beauty, Küche, Spielzeug).
- Unterhaltungselektronik: häufig niedriger, im Bereich 7–8 %.
- Bekleidung & Accessoires: gesenkt — bis 15 EUR nur noch 5 %, zwischen 15 und 20 EUR 10 %.
- Home-Produkte: bis 20 EUR von 15 % auf 8 % gesenkt.
- Tiernahrung/-bekleidung: bis 10 EUR von 15 % auf 5 % gesenkt.
- Lebensmittel sowie Vitamine/Supplemente: bis 10 EUR von 8 % auf 5 % gesenkt.
⚠️ Achtung: Sätze und Preisschwellen ändern sich und variieren je Unterkategorie. Prüfen Sie die für Ihre Produkte gültigen Werte immer aktuell in Ihrem Seller Central (Stand der genannten Zahlen: Juli 2026, Quelle: Amazon-Gebührenankündigungen 2026).
Die Gebührensenkungen 2026
Amazon senkt 2026 spürbar. Der Effekt betrifft zwei Blöcke:
Erstens die Verkaufsprovisionen: In mehreren Preis- und Kategoriesegmenten fallen die Sätze, teils von 15 % auf 5–8 %. Für margenschwache Einstiegsprodukte ist das der größte Hebel.
Zweitens die FBA-Versandgebühren: In DE, UK, FR, IT und ES sinken sie um durchschnittlich rund 0,32 EUR pro Einheit; die deutschen Fulfillment-Gebühren zusätzlich um etwa 0,17 EUR pro Einheit.
💡 Tipp: Rechnen Sie Ihr Sortiment neu durch. Produkte, die 2025 knapp unprofitabel waren, können 2026 durch die Senkungen wieder Deckungsbeitrag liefern — und rechtfertigen dann wieder Werbebudget.
In 5 Schritten Ihre echte Marge berechnen
So ermitteln Sie 2026 die tatsächliche Marge pro Artikel:
- Gesamtpreis festlegen — Verkaufspreis inklusive Versand, den der Kunde zahlt.
- Verkaufsprovision abziehen — Kategoriesatz auf den Gesamtpreis anwenden, mindestens 0,30 EUR.
- FBA- bzw. Versandkosten abziehen — je nach Modell FBA-Gebühr oder eigene Versandkosten.
- Produkt- und Nebenkosten abziehen — Einkauf, Verpackung, Retouren, Lager.
- Werbekosten einrechnen — anteiliger ACoS/TACoS, um die Netto-Marge zu sehen.
Erst nach Schritt 5 kennen Sie Ihren echten Deckungsbeitrag — die Basis jeder Preis- und Werbeentscheidung.
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Die Provisionslogik gilt analog für Otto und Kaufland — nur mit anderen Sätzen. Ein sauberer Gebührenvergleich über alle Marktplätze zeigt, wo derselbe Artikel am profitabelsten läuft.
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Was Sie jetzt tun können
- Kategoriesätze prüfen — welche Provision gilt aktuell für Ihre Produkte?
- 2026er-Senkungen nutzen — knappe Artikel neu durchrechnen.
- Mindestprovision beachten — bei günstigen Artikeln greift die 0,30-EUR-Grenze.
- Marge je ASIN dokumentieren — als Basis für Preis und Werbebudget.
Wenn Sie Ihre Gebührenstruktur und Marge sauber aufstellen wollen, ist AMZ+ Consulting als Marktplatz-Agentur Ihr Partner über alle Kanäle.
FAQ: Häufige Fragen zur Amazon Verkaufsprovision 2026
Wie hoch ist die Amazon-Verkaufsprovision 2026?
Je nach Kategorie meist zwischen 8 % und 15 % vom Gesamtpreis, mindestens 0,30 EUR pro Einheit. Einige Kategorien wurden 2026 gesenkt, etwa Bekleidung und Home-Produkte in den unteren Preissegmenten.
Worauf wird die Provision berechnet?
Auf den Gesamtpreis, den der Kunde zahlt — also Artikelpreis plus Versandkosten und gegebenenfalls Geschenkverpackung. Nicht nur auf den reinen Artikelpreis. Das erhöht die effektive Belastung bei versandkostenpflichtigen Angeboten.
Was hat Amazon 2026 gesenkt?
Sowohl Verkaufsprovisionen in mehreren Kategorien und Preissegmenten als auch FBA-Versandgebühren. Im Schnitt rund 0,17 EUR weniger pro Einheit in Europa, dazu reduzierte FBA-Gebühren von durchschnittlich etwa 0,32 EUR pro Einheit in den großen EU-Stores.
Zahle ich die Provision auch ohne FBA?
Ja. Die Verkaufsprovision fällt bei jedem Verkauf an, unabhängig vom Versandmodell. FBA-Gebühren zahlen Sie zusätzlich nur, wenn Sie den Versand durch Amazon nutzen.
Gibt es eine Mindestprovision?
Ja, in der Regel 0,30 EUR pro verkaufter Einheit. Bei sehr günstigen Artikeln kann diese Mindestgebühr höher sein als der prozentuale Satz und die Marge stark belasten.
Wie finde ich den genauen Satz für mein Produkt?
Über die Gebührenübersicht in Ihrem Seller Central, da die Sätze je Unterkategorie und teils je Preisschwelle variieren. Verlassen Sie sich nicht auf pauschale Werte, sondern prüfen Sie die für Ihre ASINs gültigen Sätze.
Wie beeinflusst die Provision meine Preisstrategie?
Stark: Sie bestimmt zusammen mit FBA- und Werbekosten Ihren Deckungsbeitrag. Wer die Provision kennt, kann Preise so setzen, dass nach allen Gebühren genug Marge für profitable Werbung bleibt.
Über den Autor
Jorginho Engelmeyer ist Geschäftsführer der AMZ+ Consulting GmbH und seit über 8 Jahren auf Amazon, Otto und Kaufland für Händler aktiv. Mit seinem Team verbindet er Agenturleistung mit eigener KI-Technologie, um Marktplatz-Händler vorausschauend und datengetrieben zu skalieren.
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Zuletzt aktualisiert: 21. Juli 2026
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