Marktplatz-Gebühren im Vergleich 2026: Amazon, Otto, Kaufland, eBay, Temu
Marktplatz-Gebühren 2026 im Vergleich: Grundgebühren und Provisionen bei Amazon, Otto, Kaufland, eBay und Temu – transparent gegenübergestellt. Mit Anleitung, Rechenbeispiel und FAQ.

Die kurze Antwort: Die Marktplatz-Gebühren 2026 unterscheiden sich in Grundgebühr und Verkaufsprovision deutlich (alle Angaben netto, Stand Juli 2026, Quelle: Anbieter-Angaben). Kaufland verlangt eine Grundgebühr ab 39,95 Euro/Monat (Basic) bzw. 59,95 Euro (Plus) und Provisionen von 4–16 %. Otto startet bei rund 99,90 Euro/Monat Grundgebühr, Provisionen 5–22 %, plus rund 16 % auf die Versandkosten. eBay hat keine feste Grundgebühr für gewerbliche Verkäufer, sondern kategorieabhängige Provisionen (meist 7–12 %) plus 0,35 Euro Fixgebühr pro Bestellung – zum 1. Juli 2026 reformiert eBay die Provisionen. Amazon kostet im Profi-Tarif rund 39 Euro/Monat, Provisionen meist 7–15 %, dazu FBA-Gebühren bei Versand durch Amazon. Temu arbeitet mit eigenen Modellen (managed/semi-managed). Entscheidend ist nie die einzelne Zahl, sondern die Gesamtkosten für Ihr konkretes Produkt.
Kein Marktplatz ist pauschal am günstigsten. Was zählt, ist die Gesamtrechnung für Ihr Produkt und Ihre Marge.
Grundgebühren im Überblick
Die Grundgebühr fällt unabhängig vom Umsatz an. Hier liegen die Kanäle weit auseinander (netto, Stand Juli 2026, Quelle: Anbieter-Angaben).
Kaufland startet bei 39,95 Euro/Monat (Basic), Amazon im Profi-Tarif bei rund 39 Euro, Otto bei rund 99,90 Euro. eBay verzichtet auf eine feste Grundgebühr für gewerbliche Verkäufer. Details je Kanal zeigen Kaufland Gebühren 2026, Otto Gebühren 2026 und eBay Gebühren 2026.
💡 Tipp: Bei geringem Umsatz fällt eine hohe Grundgebühr stärker ins Gewicht. Rechnen Sie sie auf Ihre erwartete Stückzahl um.
Provisionen im Vergleich
Die Verkaufsprovision ist meist der größere Kostenblock. Sie ist kategorieabhängig (netto, Stand Juli 2026, Quelle: Anbieter-Angaben).
Kaufland liegt bei 4–16 %, Amazon meist 7–15 %, eBay meist 7–12 % plus 0,35 Euro pro Bestellung, Otto 5–22 % plus rund 16 % auf die Versandkosten. Zum 1. Juli 2026 reformiert eBay seine Provisionen – viele Neuware-Kategorien werden teurer, Re-Commerce (gebraucht/generalüberholt) günstiger.
⚠️ Achtung: Otto berechnet zusätzlich rund 16 % auf die Versandkosten. Dieser Aufschlag wird oft vergessen und kann die Marge kippen.
Warum die Gesamtrechnung entscheidet
Eine niedrige Provision nützt wenig, wenn die Grundgebühr hoch und Ihre Stückzahl klein ist. Umgekehrt kann ein Kanal mit höherer Provision, aber ohne Grundgebühr für Sie günstiger sein.
Entscheidend ist die Gesamtkostenquote für Ihr konkretes Produkt: Grundgebühr, Provision, Versand und Zusatzkosten zusammen. Wie Sie das sauber rechnen, zeigt Marktplatz-Deckungsbeitrag 2026.
In 5 Schritten die Gebühren fair vergleichen
So vergleichen Sie 2026 richtig:
- Produkt und Preis festlegen – konkretes Produkt statt Durchschnitt.
- Kategorie-Provision je Kanal ermitteln – die tatsächliche Prozentzahl für Ihre Kategorie.
- Grundgebühr umlegen – auf die erwartete monatliche Stückzahl verteilen.
- Zusatzkosten einrechnen – Versandaufschläge, Fixgebühren, FBA-/Fulfillment-Kosten.
- Gesamtkostenquote vergleichen – erst der Gesamtwert je Kanal ist aussagekräftig.
Beginnen Sie mit einem echten Produkt. Pauschale Prozent-Vergleiche führen fast immer in die Irre.
Sie wollen wissen, welcher Marktplatz für Ihr Sortiment am günstigsten ist? Im kostenlosen Erstgespräch rechnen wir die Gesamtkosten je Kanal für Sie durch. → Kostenloses Erstgespräch buchen
Rechenbeispiel: Gleiches Produkt, andere Gesamtkosten
Rechenbeispiel (hypothetisch, Stand Juli 2026): Ein Produkt für 30 Euro verkauft sich 100-mal im Monat. Auf einem Kanal mit hoher Grundgebühr, aber niedriger Provision fällt die Grundgebühr auf 100 Stück kaum ins Gewicht.
Bei nur 10 Verkäufen im Monat kippt das Bild: Dieselbe Grundgebühr belastet dann jedes Stück stark, und ein Kanal ohne Grundgebühr wird günstiger. Erst die Umlage auf die reale Stückzahl zeigt die wahren Kosten.
Die Lehre: Die günstigste Gebührenstruktur hängt von Ihrer Stückzahl ab – nicht von der Prozentzahl allein.
Gebühren kanalübergreifend im Blick behalten
Wer auf mehreren Kanälen verkauft, muss die Gebühren je Kanal und Produkt laufend im Blick behalten. Sonst verkauft ein Kanal unbemerkt mit Verlust.
Unsere eigene KI-Plattform MarketplAIce unterstützt bei Controlling und Margenanalyse über alle Kanäle, damit Sie je Kanal die echte Profitabilität sehen. Mehr dazu: Marktplatz-Controlling 2026.
Was Sie jetzt tun können
Ihr Aktionsplan für den Gebührenvergleich 2026:
- Konkretes Produkt als Basis wählen.
- Provision je Kategorie und Kanal ermitteln.
- Grundgebühr auf die Stückzahl umlegen.
- Zusatzkosten vollständig einrechnen.
- Gesamtkostenquote vergleichen, nicht Einzelwerte.
Wenn Sie die Kanalkosten fundiert vergleichen wollen, unterstützt AMZ+ Consulting als Marktplatz-Agentur bei Kalkulation und Kanalstrategie.
FAQ: Häufige Fragen zum Marktplatz-Gebührenvergleich 2026
Welcher Marktplatz ist am günstigsten?
Es gibt keinen pauschal günstigsten Kanal. Entscheidend ist die Gesamtkostenquote für Ihr konkretes Produkt, inklusive Grundgebühr, Provision und Zusatzkosten.
Was kostet die Grundgebühr je Kanal?
Netto und Stand Juli 2026 (Quelle: Anbieter-Angaben): Kaufland ab 39,95 Euro/Monat, Amazon im Profi-Tarif rund 39 Euro, Otto rund 99,90 Euro. eBay hat für gewerbliche Verkäufer keine feste Grundgebühr.
Wie hoch sind die Provisionen?
Kategorieabhängig (Stand Juli 2026): Kaufland 4–16 %, Amazon meist 7–15 %, eBay meist 7–12 % plus 0,35 Euro pro Bestellung, Otto 5–22 % plus rund 16 % auf die Versandkosten.
Was ändert sich bei eBay zum 1. Juli 2026?
eBay reformiert die Provisionen. Viele Neuware-Kategorien werden teurer, gebrauchte und generalüberholte Artikel (Re-Commerce) günstiger.
Warum ist der Versandkosten-Aufschlag bei Otto wichtig?
Weil Otto zusätzlich rund 16 % auf die Versandkosten berechnet. Dieser oft vergessene Aufschlag kann die Marge deutlich schmälern.
Wie vergleiche ich Gebühren richtig?
Über die Gesamtkostenquote für ein konkretes Produkt: Grundgebühr auf die Stückzahl umlegen, Provision und alle Zusatzkosten einrechnen. Prozent-Vergleiche allein reichen nicht.
Gelten diese Zahlen dauerhaft?
Nein. Gebühren ändern sich. Alle Angaben sind Stand Juli 2026 nach Anbieter-Angaben und sollten für Ihre Kategorie aktuell geprüft werden.
Über den Autor
Jorginho Engelmeyer ist Geschäftsführer der AMZ+ Consulting GmbH und seit über 8 Jahren auf Amazon, Otto und Kaufland für Händler aktiv. Mit seinem Team verbindet er Agenturleistung mit eigener KI-Technologie, um Marktplatz-Händler vorausschauend und datengetrieben zu skalieren.
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Zuletzt aktualisiert: 10. Juli 2026
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