eBay Gebühren 2026: Was Verkäufer wirklich zahlen
eBay Gebühren 2026 verständlich erklärt: Verkaufsprovision, Fixkosten pro Bestellung, Shop-Abos und die große Gebührenreform ab 1. Juli 2026.

Die kurze Antwort: Gewerbliche Verkäufer zahlen auf eBay 2026 pro Verkauf eine Verkaufsprovision aus einem kategorieabhängigen Prozentsatz plus 0,35 € Fixgebühr pro Bestellung (0,45 € in einzelnen Kategorien), berechnet auf den Gesamtbetrag inklusive Versand (Stand: Juni 2026, Quelle: eBay.de). Hinzu kommen optionale Shop-Abos und Gebühren für Zusatzoptionen. Wichtig: Zum 1. Juli 2026 reformiert eBay die Provisionen grundlegend — viele Kategorien für Neuware werden teurer, gebrauchte und generalüberholte Artikel (Re-Commerce) günstiger.
Wer auf eBay verkauft, sollte die Gebührenstruktur genau kennen, weil sie sich direkt auf Ihre Marge auswirkt. Dieser Beitrag schlüsselt alle Kostenblöcke auf und zeigt, was die Reform ab Juli 2026 für Ihre Kalkulation bedeutet.
Die drei Gebührenblöcke auf eBay 2026
Die eBay-Kosten setzen sich für gewerbliche Verkäufer aus drei Bausteinen zusammen:
💰 1. Variable Verkaufsprovision: Ein prozentualer Anteil am Gesamtbetrag der Transaktion (Artikelpreis plus Versand und ggf. Steuern). Der Satz hängt von der Kategorie ab und liegt je nach Warengruppe meist im Bereich von rund 7 bis 12 Prozent.
💰 2. Fixgebühr pro Bestellung: Zusätzlich 0,35 € pro Bestellung (0,45 € in einzelnen Kategorien). Diese Pauschale fällt unabhängig vom Warenwert an und belastet niedrigpreisige Artikel überproportional.
💰 3. Optionale Kosten: Shop-Abo-Gebühren, kostenpflichtige Angebotsoptionen (z. B. Hervorhebungen) und Werbekosten über Anzeigen (eBay Ads). Diese sind freiwillig, summieren sich aber schnell.
⚠️ Achtung: Die Provision wird auf den gesamten Transaktionsbetrag berechnet — also auch auf die Versandkosten. Wer Versand separat ausweist, zahlt darauf trotzdem Provision.
Die eBay-Gebührenreform ab 1. Juli 2026
Zum 1. Juli 2026 ändert eBay die Verkaufsprovisionen für gewerbliche Händler grundlegend (Quelle: eBay.de, Händlerbund, Juni 2026):
- In zahlreichen Kategorien entfällt die bisherige Staffelung (höherer Satz bis zu einem Schwellenwert, niedrigerer darüber). Stattdessen gilt je Kategorie ein einheitlicher Prozentsatz — in den meisten Fällen höher als die bisherige Einstiegsstufe.
- Neuware wird damit in vielen Kategorien teurer. Branchenmedien berichten von Erhöhungen, die einzelne Segmente deutlich belasten.
- Gegenbewegung bei Re-Commerce: Für bestimmte Artikelzustände — etwa „Zertifiziert/Refurbished", „Vom Verkäufer generalüberholt" und „Gebraucht" — senkt eBay die Provision in denselben Kategorien auf einheitlich 5 Prozent.
Die Botschaft dahinter: eBay fördert gezielt Gebrauchtwaren, Refurbished und Re-Commerce, während Neuware-Verkäufer ihre Kalkulation neu rechnen müssen.
Shop-Abos: Wann sie sich lohnen
eBay bietet verschiedene Shop-Pakete mit monatlicher Grundgebühr an. Der Vorteil liegt in reduzierten Verkaufsprovisionen, einem festen Inklusiv-Kontingent an Angeboten und zusätzlichen Verkäufer-Tools.
Ob sich ein Abo rechnet, hängt von Ihrem Verkaufsvolumen ab. Faustregel: Je höher Ihr monatlicher Umsatz und je mehr aktive Angebote, desto eher amortisiert sich die Grundgebühr über die Provisionsersparnis. Nach der Reform sollten Sie diese Rechnung neu aufstellen, weil sich die zugrunde liegenden Prozentsätze verschieben.
Für preissensible Sortimente mit vielen kleinen Bestellungen ist die Fixgebühr von 0,35 € pro Bestellung oft der entscheidende Hebel — nicht der Prozentsatz.
In 5 Schritten Ihre echten eBay-Kosten berechnen
So ermitteln Sie pro Artikel, was eBay Sie 2026 tatsächlich kostet:
- Kategorie-Provisionssatz nachschlagen — und prüfen, ob er sich zum 1. Juli 2026 ändert (Neuware vs. gebraucht/refurbished).
- Gesamtbetrag bilden — Artikelpreis plus Versand, denn die Provision wird auf beides berechnet.
- Variable Provision rechnen — Prozentsatz auf den Gesamtbetrag anwenden.
- Fixgebühr addieren — 0,35 € (bzw. 0,45 €) pro Bestellung dazurechnen.
- Deckungsbeitrag bilden — Verkaufspreis minus Wareneinsatz, Versandkosten, eBay-Gebühren und ggf. anteiliges Shop-Abo.
Diese Rechnung sollten Sie für Ihre umsatzstärksten Artikel führen — und dann mit den Konditionen anderer Marktplätze vergleichen. Einen Überblick über den gesamten Kanal liefert unser Leitfaden: Auf eBay verkaufen 2026.
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Rechenbeispiel: Neuware vor und nach der Reform
Rechenbeispiel (hypothetisch, Stand Juni 2026): Angenommen, Sie verkaufen einen Neuware-Artikel für 100 € inklusive Versand. Bisher galt in der Kategorie eine gestaffelte Provision, deren Einstiegssatz bei rund 11 Prozent lag.
- Vor der Reform: 11 % von 100 € = 11,00 € plus 0,35 € Fixgebühr = 11,35 €.
- Nach der Reform (angenommener einheitlicher Satz 12 %): 12 % von 100 € = 12,00 € plus 0,35 € = 12,35 €.
In diesem Beispiel steigt die Gebühr um rund 1 € pro Verkauf. Verkaufen Sie denselben Artikel dagegen als generalüberholt zum reduzierten Re-Commerce-Satz von 5 Prozent, zahlen Sie nur 5,00 € plus 0,35 € = 5,35 €. Die konkreten Sätze unterscheiden sich je Kategorie — prüfen Sie deshalb Ihre eigenen Warengruppen.
eBay im Vergleich zu Amazon, Otto und Kaufland
Die eBay-Gebühren sind im Marktplatz-Vergleich moderat, aber die Reform verschiebt das Bild. Wer überwiegend Neuware verkauft, sollte 2026 prüfen, ob andere Kanäle für sein Sortiment günstiger sind.
Zur Einordnung: Otto verlangt eine höhere Grundgebühr von 99,90 € netto pro Monat plus 5–22 % Provision, Kaufland startet ab 39,95 € netto plus 4–16 % (Stand Juni 2026). Den vollständigen Quervergleich finden Sie im Marktplatz-Vergleich 2026 und in Kaufland vs. Otto 2026.
Für die meisten Händler lautet die Antwort nicht „eBay oder Amazon", sondern eine durchdachte Multichannel-Strategie. Wie Sie mehrere Kanäle gleichzeitig steuern, ohne den Überblick zu verlieren, lesen Sie in Multichannel 2026: Warum Amazon allein nicht mehr reicht.
Was Sie jetzt tun können
Ihr Aktionsplan für die eBay-Gebühren 2026:
- Provisionssätze Ihrer Hauptkategorien prüfen — speziell die Änderungen zum 1. Juli 2026.
- Neuware-Kalkulation aktualisieren — viele Sätze steigen, die Marge schrumpft.
- Re-Commerce-Chance bewerten — refurbished und gebraucht profitieren vom 5-Prozent-Satz.
- Shop-Abo neu durchrechnen — lohnt es sich bei den neuen Prozentsätzen noch?
- Kanal-Mix überprüfen — eBay gegen Amazon, Otto und Kaufland für Ihr Sortiment vergleichen.
Wenn Sie diese Analyse nicht selbst führen wollen, übernimmt AMZ+ Consulting als Marktplatz-Agentur die Gebühren-Kalkulation und die laufende Steuerung über alle Ihre Kanäle.
FAQ: Häufige Fragen zu eBay Gebühren 2026
Wie hoch ist die eBay-Verkaufsprovision 2026?
Die Verkaufsprovision besteht aus einem kategorieabhängigen Prozentsatz (meist rund 7 bis 12 Prozent) plus einer Fixgebühr von 0,35 € pro Bestellung (0,45 € in einzelnen Kategorien). Berechnet wird sie auf den Gesamtbetrag der Transaktion inklusive Versand (Stand: Juni 2026, Quelle: eBay.de).
Was ändert sich bei den eBay-Gebühren ab Juli 2026?
Zum 1. Juli 2026 entfällt in vielen Kategorien die gestaffelte Provision und wird durch einen einheitlichen, meist höheren Prozentsatz ersetzt. Neuware wird dadurch in vielen Fällen teurer. Gleichzeitig sinkt die Provision für gebrauchte und generalüberholte Artikel (Re-Commerce) auf einheitlich 5 Prozent.
Zahle ich auf eBay auch Gebühren auf die Versandkosten?
Ja. Die Verkaufsprovision wird auf den gesamten Transaktionsbetrag berechnet, also auch auf die Versandkosten. Das sollten Sie in Ihrer Kalkulation berücksichtigen, gerade bei sperrigen oder schweren Artikeln mit hohen Versandkosten.
Lohnt sich ein eBay-Shop-Abo?
Ein Shop-Abo lohnt sich vor allem bei höherem Verkaufsvolumen, weil es reduzierte Provisionen und ein Inklusiv-Kontingent an Angeboten bietet. Bei wenigen Verkäufen pro Monat übersteigt die monatliche Grundgebühr häufig die Ersparnis. Nach der Reform sollten Sie diese Rechnung neu aufstellen.
Welche Artikelzustände profitieren vom 5-Prozent-Satz?
Der reduzierte Satz von 5 Prozent gilt ab Juli 2026 für bestimmte Zustände wie „Zertifiziert/Refurbished", „Vom Verkäufer generalüberholt" und „Gebraucht" in den betroffenen Kategorien. eBay fördert damit gezielt Re-Commerce und Gebrauchtwaren.
Sind die eBay-Gebühren günstiger als bei Otto oder Kaufland?
Das hängt von Kategorie und Sortiment ab. eBay hat keine feste monatliche Grundgebühr (außer beim optionalen Shop-Abo), während Otto 99,90 € und Kaufland ab 39,95 € netto pro Monat verlangen. Über die reine Provision entscheidet die jeweilige Kategorie. Ein Quervergleich pro Artikel lohnt sich.
Kann eine Agentur die eBay-Gebühren optimieren?
Ja. AMZ+ Consulting analysiert als Marktplatz-Agentur Ihre Kategorien, kalkuliert die Gebühren vor und nach der Reform und prüft, auf welchen Kanälen Ihr Sortiment am profitabelsten ist. Auf Wunsch übernehmen wir die laufende Steuerung von Preisen, Beständen und Werbung über alle Marktplätze.
Über den Autor
Jorginho Engelmeyer ist Geschäftsführer der AMZ+ Consulting GmbH und seit über 8 Jahren auf Amazon, Otto, eBay und Kaufland für Händler aktiv. Mit seinem Team verbindet er Agenturleistung mit eigener KI-Technologie, um Marktplatz-Händler vorausschauend und datengetrieben zu skalieren.
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Zuletzt aktualisiert: 23. Juni 2026
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