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Entscheidungshilfe

Auf Kaufland verkaufen: Lohnt es sich? Rechenbeispiel 2026

Lohnt sich Kaufland 2026 für Händler? Ehrliche Einordnung zu Reichweite, Gebühren, Vorteilen, Nachteilen und ein Rechenbeispiel — für wen sich der Kanal rechnet.

✍️ Jorginho Engelmeyer📅 18. Juni 20269 Min. Lesezeit
Auf Kaufland verkaufen: Lohnt es sich? Rechenbeispiel 2026

Die kurze Antwort: Für die meisten Händler lohnt sich Kaufland 2026 als Zweit- oder Drittkanal — wegen geringerem Wettbewerb als Amazon, niedrigen Einstiegskosten (ab 39,95 € netto/Monat) und eingebauter Cross-Border-Reichweite über mehrere europäische Märkte. Als alleiniger Kanal reicht Kaufland dagegen selten, weil das Volumen kleiner ist als bei Amazon und nicht jedes Sortiment gleich gut läuft.

Dieser Beitrag ordnet ehrlich ein, für wen sich Kaufland rechnet, wo die Grenzen liegen, und zeigt ein Rechenbeispiel. Die komplette Anleitung zu Gebühren und Anmeldung finden Sie im Kaufland-Leitfaden 2026.

Wie groß ist Kaufland wirklich?

Kaufland Global Marketplace gehört zur Schwarz-Gruppe (Kaufland, Lidl) — einem der größten Handelskonzerne Europas. Der Marktplatz wächst schnell und ist nach Amazon einer der relevantesten in Deutschland. Über das Global-Marketplace-Modell erreichen Händler mit einer Registrierung mehrere europäische Länder und damit ein Publikum von rund 139 Millionen Online-Käufern (Quelle: Kaufland Global Marketplace, 2026).

Wichtig zur Einordnung: Kaufland ist groß und wächst, das einzelne Verkaufsvolumen pro Produkt liegt aber meist unter dem von Amazon. Kaufland ist ein starker Zusatzkanal — kein 1:1-Amazon-Ersatz.

Die Vorteile

  • Geringerer Wettbewerb als auf Amazon — mehr Sichtbarkeit pro Produkt, weniger Preiskampf.
  • Niedrige Einstiegskosten — ab 39,95 € netto/Monat, kostenloses Einstellen von Angeboten, monatlich kündbar.
  • Faire, transparente Provision — kategorieabhängig rund 4 bis 16 %.
  • Cross-Border eingebaut — mit einer Registrierung in mehrere europäische Märkte, ein einfacher Weg zur Internationalisierung. Mehr dazu im Beitrag Cross-Border verkaufen 2026.

Händler unsicher, ob sich ein zweiter Marktplatz-Kanal lohnt

Die Nachteile — und für wen es sich (noch) nicht lohnt

  • Kleineres Volumen als Amazon — wer nur kurzfristig Maximalumsatz sucht, ist auf Amazon schneller.
  • Sortiment muss passen — Kaufland ist stark in Haushalt, Garten, Wohnen, Freizeit und Alltagsprodukten; sehr nischige oder hochpreisige Premium-Artikel laufen unterschiedlicher.
  • Eigener Aufwand — Listings, Anbindung und Pflege kommen zusätzlich zu Ihren bestehenden Kanälen.

Wer nur ein, zwei Artikel testen will oder kein Kapazität für einen weiteren Kanal hat, sollte zuerst den bestehenden Kanal ausreizen.

Rechenbeispiel: Lohnt sich Kaufland für Sie?

Händler rechnet den möglichen Zusatzumsatz und die Marge eines neuen Kanals durch

Rechenbeispiel (hypothetisch, zur Illustration): Angenommen, ein Händler macht 40.000 € Monatsumsatz auf Amazon und erschließt Kaufland als Zweitkanal.

Erreicht Kaufland nach einigen Monaten nur 15 % zusätzlichen Umsatz, sind das 6.000 € im Monat. Die Grundgebühr (39,95 €) fällt dabei kaum ins Gewicht; entscheidend ist die Provision von rund 4–16 % je nach Kategorie und Ihre Marge nach allen Kosten. Bei gesunder Marge ist der zweite Kanal damit klar profitabel — und senkt zusätzlich Ihr Abhängigkeitsrisiko von Amazon.

Die ehrliche Kehrseite: Bleibt der Zusatzumsatz unter dem Aufwand für Setup und Pflege, lohnt es sich (noch) nicht. Genau das sollte man vorher mit den eigenen Zahlen durchrechnen.

Für wen lohnt sich Kaufland 2026?

  • Ja, wenn Sie: bereits auf Amazon verkaufen und diversifizieren wollen, ein passendes Sortiment (Haushalt, Garten, Wohnen, Freizeit) führen oder international wachsen möchten.
  • Eher nicht, wenn Sie: ganz am Anfang stehen und noch nicht einmal Ihren Hauptkanal im Griff haben, oder ein sehr nischiges Sortiment ohne Nachfrage auf Kaufland verkaufen.

Für die meisten etablierten Händler ist Kaufland 2026 ein lohnender Zusatzkanal — besonders im Rahmen einer Multichannel-Strategie. Warum die zählt, lesen Sie im Beitrag Multichannel 2026: Warum Amazon allein nicht mehr reicht.

Was Sie jetzt tun können

Unternehmer mit zweitem profitablem Verkaufskanal zusätzlich zu Amazon, zwei steigende Umsatzkurven

Prüfen Sie, ob Ihr Sortiment zu Kaufland passt, und rechnen Sie mit der Provision Ihrer Kategorie eine realistische Zusatzmarge. Wenn der zweite Kanal sich trägt, ist der Einstieg dank niedriger Fixkosten risikoarm.

Anbindung, Listing-Aufbau, Cross-Border und das kanalübergreifende Repricing über unsere KI-Plattform MarketplAIce übernehmen wir als Marktplatz-Agentur für Sie — Amazon, Otto und Kaufland aus einer Hand. So testen Sie Kaufland sauber, ohne eigenes Team aufzubauen.

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FAQ: Häufige Fragen — lohnt sich Kaufland?

Lohnt sich der Verkauf auf Kaufland 2026?

Für die meisten etablierten Händler ja, als Zweit- oder Drittkanal: geringerer Wettbewerb als Amazon, niedrige Einstiegskosten und Cross-Border-Reichweite. Als alleiniger Kanal reicht Kaufland wegen des kleineren Volumens meist nicht.

Wie viel Umsatz kann ich auf Kaufland erwarten?

Das hängt stark von Sortiment und Kategorie ab. In der Praxis bringt Kaufland als Zweitkanal oft einen spürbaren Zusatzumsatz, liegt pro Produkt aber meist unter Amazon-Niveau.

Was kostet der Verkauf auf Kaufland?

Eine Grundgebühr ab 39,95 € netto/Monat (Basic) bzw. 59,95 € (Plus) plus eine kategorieabhängige Provision von rund 4 bis 16 %. Das Einstellen von Angeboten ist kostenlos.

Welche Produkte verkaufen sich auf Kaufland gut?

Besonders Haushalt, Garten, Wohnen, Freizeit und Alltagsprodukte. Sehr nischige oder hochpreisige Premium-Artikel laufen unterschiedlich — hier lohnt ein Test mit wenigen ASINs.

Ist Kaufland besser als Amazon?

Nicht besser, sondern anders: Amazon hat mehr Reichweite und Volumen, Kaufland weniger Wettbewerb und günstigere Einstiegskosten. Die stärkste Aufstellung ist meist die Kombination beider.

Lohnt sich Kaufland für die Internationalisierung?

Ja. Über das Global-Marketplace-Modell verkaufen Sie mit einer Registrierung in mehrere europäische Länder — einer der einfachsten Wege, ins EU-Ausland zu expandieren.

Wie schnell ist man auf Kaufland profitabel?

Wenn Sortiment und Preis passen, kann der Zusatzumsatz die niedrigen Fixkosten schnell übersteigen. Entscheidend ist eine saubere Margenrechnung je Kategorie vor dem Start.

Über den Autor

Jorginho Engelmeyer ist Geschäftsführer der AMZ+ Consulting GmbH und seit über 8 Jahren auf Amazon, Otto und Kaufland für Händler aktiv.

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