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Entscheidungshilfe

Kaufland Rechnungskauf 2026: B2B-Zahlungsarten

Kaufland Rechnungskauf 2026: Wie Zahlung auf Rechnung über Klarna und PayPal funktioniert, welche B2B-Zahlungsarten sich für größere Bestellungen eignen und was Händler beachten sollten.

✍️ Jorginho Engelmeyer📅 12. August 20269 Min. Lesezeit
Kaufland Rechnungskauf 2026: B2B-Zahlungsarten

Die kurze Antwort: Kunden können bei Kaufland unter anderem über Klarna Rechnung und PayPal auf Rechnung bezahlen, wobei bei der Klarna-Rechnung in der Regel 30 Tage Zahlungsziel gelten. Für Sie als Händler bedeutet das: Der Zahlungsanbieter übernimmt Bonitätsprüfung und Ausfallrisiko, während Sie den Kaufpreis unabhängig von der tatsächlichen Zahlung des Kunden ausgezahlt bekommen. Ein separates, eigenständiges B2B-Zahlungsprogramm mit gesonderten Konditionen für Geschäftskunden bietet Kaufland aktuell nicht öffentlich dokumentiert an – die bestehenden Rechnungskauf-Optionen funktionieren aber grundsätzlich auch für größere Bestellungen und lassen sich damit indirekt für B2B-lastige Sortimente nutzen.

Für Sie als Marktplatz-Händler heißt das: Wer regelmäßig größere Bestellmengen an gewerbliche Kunden verkauft, sollte genau verstehen, wie Rechnungskauf bei Kaufland technisch funktioniert und wo die Grenzen liegen. AMZ+ Consulting berät Marktplatz-Händler regelmäßig zu Zahlungsarten-Strategien, weil die richtige Auswahl direkten Einfluss auf Konversionsrate und Zahlungsausfallrisiko hat.

Wie Rechnungskauf bei Kaufland funktioniert

Kaufland bindet für die Zahlung auf Rechnung verschiedene etablierte Zahlungsdienstleister ein. Über die Zahlungsart Klarna Rechnung können Kunden ihre Bestellung zunächst erhalten und erst anschließend bezahlen, üblicherweise mit einem Zahlungsziel von 30 Tagen ab Rechnungsdatum. Klarna übernimmt dabei vor Freigabe eine Bonitäts- und Identitätsprüfung des Käufers, wodurch sich das Ausfallrisiko für Sie als Händler deutlich reduziert.

Zusätzlich ist es über PayPal möglich, bei Kaufland auf Rechnung zu bezahlen. Auch hier läuft die eigentliche Zahlungsabwicklung über den Zahlungsdienstleister, der die Vorfinanzierung übernimmt und Ihnen als Händler den Kaufpreis unabhängig vom tatsächlichen Zahlungseingang des Kunden gutschreibt. Diese Vorfinanzierung ist der entscheidende Vorteil von Rechnungskauf über etablierte Zahlungsanbieter gegenüber einem klassischen, händlerseitig verwalteten Rechnungskauf: Das Ausfallrisiko liegt beim Zahlungsdienstleister, nicht bei Ihnen.

Aus Käufersicht erhöht die Verfügbarkeit von Rechnungskauf häufig die Kaufbereitschaft, weil Kunden die Ware erst prüfen können, bevor sie bezahlen – ein Effekt, der besonders bei höherpreisigen oder für den Kunden neuen Produktkategorien relevant ist. Für gewerbliche Käufer, die regelmäßig größere Mengen bestellen, ist Rechnungskauf teilweise sogar eine Grundvoraussetzung, weil viele Unternehmen aus buchhalterischen Gründen grundsätzlich nicht per Vorkasse oder Kreditkarte bezahlen. Einen breiteren Überblick über alle verfügbaren Zahlungsoptionen bei Kaufland finden Sie in unserem Artikel zu Kaufland Zahlungsarten und Checkout.

Wichtig für Ihre Kalkulation: Für die Bereitstellung von Rechnungskauf-Zahlungsarten fallen in der Regel Gebühren des jeweiligen Zahlungsdienstleisters an, die sich prozentual am Bestellwert orientieren. Diese Kosten sollten Sie bei der Kalkulation Ihrer Margen berücksichtigen, insbesondere wenn Sie gezielt größere B2B-Bestellungen ansprechen wollen, bei denen der absolute Gebührenbetrag pro Bestellung entsprechend höher ausfällt.

Vergleichbar funktioniert Rechnungskauf inzwischen auch auf anderen Marktplätzen. Ein Blick in unseren Artikel zu eBay B2B verkaufen und Rechnungskauf zeigt, wie ähnliche Mechanismen dort über Zahlungsdienstleister wie Riverty abgewickelt werden – die Grundprinzipien aus Bonitätsprüfung, Vorfinanzierung und Ausfallrisiko-Übernahme lassen sich weitgehend auf Kaufland übertragen.

Chancen und Risiken für Ihr B2B-Geschäft auf Kaufland

Der größte Vorteil von Rechnungskauf für Ihr B2B-Geschäft liegt in der erhöhten Kaufbereitschaft gewerblicher Kunden. Unternehmen bestellen erfahrungsgemäß seltener spontan per Kreditkarte, sondern erwarten ein Zahlungsziel, das sich in ihre eigenen Zahlungsprozesse und internen Freigabeläufe einfügt. Bieten Sie diese Option nicht an, verlieren Sie potenziell Anfragen von Geschäftskunden, die grundsätzlich lieber woanders bestellen, wo Rechnungskauf verfügbar ist.

Gleichzeitig bringt ein wachsender Anteil gewerblicher Käufer eigene Herausforderungen mit sich. Geschäftskunden bestellen häufig größere Mengen auf einmal, wodurch einzelne Retouren oder Reklamationen finanziell stärker ins Gewicht fallen als bei vielen kleinen Privatkundenbestellungen. Zudem verlangen B2B-Käufer oft nach ordnungsgemäßen Rechnungen mit allen umsatzsteuerlichen Pflichtangaben, unabhängig davon, über welche Zahlungsart letztlich bezahlt wird – die Zahlungsabwicklung über Klarna oder PayPal ersetzt nicht Ihre eigene Rechnungsstellungspflicht.

Ein weiterer Punkt betrifft das allgemein wachsende Feld der B2B-Zahlungsarten. Neben klassischem Rechnungskauf gewinnen auch SEPA-Lastschrift und Buy-Now-Pay-Later-Modelle im B2B-Bereich zunehmend an Bedeutung, weil sie Unternehmen mehr Flexibilität bei der Liquiditätsplanung bieten. Auf Kaufland selbst stehen Ihnen als Händler primär die vom Marktplatz bereitgestellten Zahlungsarten zur Verfügung – eine individuelle Verhandlung eigener Zahlungskonditionen mit einzelnen Geschäftskunden ist über den Marketplace-Checkout in der Regel nicht vorgesehen.

Für Händler mit einem hohen Anteil an Direktkundenbeziehungen außerhalb des reinen Kaufland-Checkouts kann es sich lohnen, ergänzend eigene B2B-Zahlungsprozesse etwa über ein separates Kreditlimit-System aufzubauen. Das ist allerdings ein Zusatzaufwand, der sich erst ab einem gewissen Volumen an wiederkehrenden Geschäftskunden lohnt und außerhalb des klassischen Marketplace-Modells organisiert werden muss.

Schließlich lohnt sich ein Blick auf die eigene Sortimentsstrategie: Kategorien wie Büroausstattung, Werkzeug, Verpackungsmaterial oder Gastronomiebedarf eignen sich häufig besonders gut für ein wachsendes B2B-Geschäft, weil Geschäftskunden hier regelmäßig und in größeren Mengen bestellen. Ein Blick in unseren Artikel zur Kaufland Sortiment- und Produktauswahl hilft bei der Einordnung, welche Warengruppen für Ihr eigenes Geschäft am meisten Potenzial bieten.

Ein weiterer Faktor, den Händler häufig unterschätzen, ist die Kommunikation der verfügbaren Zahlungsarten in der eigenen Angebotsbeschreibung. Auch wenn Kaufland die Zahlungsoptionen im Checkout zentral steuert, hilft ein klarer Hinweis auf Rechnungskauf-Möglichkeiten und Mindestbestellmengen in der Produktbeschreibung dabei, gezielt gewerbliche Käufer anzusprechen, die aktiv nach entsprechenden Konditionen suchen.

In 5 Schritten zu sauberen B2B-Zahlungsprozessen auf Kaufland

  1. Verfügbare Rechnungskauf-Optionen prüfen. Kontrollieren Sie, welche Zahlungsarten mit Rechnungskauf-Funktion – etwa Klarna Rechnung und PayPal Rechnungskauf – für Ihr Kaufland-Konto aktiv freigeschaltet sind.

  2. Gebührenstruktur in die Kalkulation einbeziehen. Berücksichtigen Sie die prozentualen Gebühren der Zahlungsdienstleister bei der Preiskalkulation, insbesondere für hochpreisige oder mengenstarke Bestellungen.

  3. Rechnungsstellung unabhängig von der Zahlungsart absichern. Stellen Sie sicher, dass Sie unabhängig von der gewählten Zahlungsart ordnungsgemäße Rechnungen mit allen Pflichtangaben ausstellen können.

  4. Sortiment auf B2B-Tauglichkeit prüfen. Identifizieren Sie Warengruppen in Ihrem Sortiment, die sich für wiederkehrende Geschäftskunden eignen, und heben Sie diese in Ihren Angeboten gezielt hervor.

  5. Retouren- und Reklamationsprozesse für Großbestellungen anpassen. Definieren Sie klare interne Abläufe für den Fall, dass eine größere B2B-Bestellung reklamiert oder teilweise retourniert wird.

Wer diese fünf Schritte durchgeht, verschafft sich einen realistischen Überblick darüber, wie gut das eigene Geschäft bereits auf gewerbliche Käufer mit Rechnungskauf-Bedarf vorbereitet ist. Schritt drei – die saubere Rechnungsstellung – wird dabei häufig unterschätzt, obwohl er unabhängig von der Zahlungsart für jedes B2B-Geschäft verpflichtend bleibt.

Rechenbeispiel: Angenommen, ein Händler gewinnt gewerbliche Stammkunden über Rechnungskauf

Nehmen wir hypothetisch an, ein Händler für Büro- und Gastronomiebedarf verkauft überwiegend an Privatkunden mit einem durchschnittlichen Warenkorb von 35 Euro. Durch die Verfügbarkeit von Rechnungskauf über Klarna gewinnt er zusätzlich drei kleinere Gastronomiebetriebe als wiederkehrende Kunden, die monatlich Bestellungen im Wert von jeweils rund 400 Euro auf Rechnung aufgeben.

Diese drei Geschäftskunden summieren sich hypothetisch auf einen zusätzlichen Monatsumsatz von 1.200 Euro, was einem Jahresumsatz von 14.400 Euro aus einer überschaubaren Anzahl an Geschäftsbeziehungen entspricht. Im Vergleich zu einer ähnlichen Anzahl an Einzeltransaktionen mit Privatkunden bedeutet das für den Händler weniger administrativen Aufwand pro Euro Umsatz, weil sich mehrere Einzelartikel zu größeren Sammelbestellungen bündeln.

Bei einer angenommenen Zahlungsdienstleister-Gebühr von 2,5 Prozent auf Rechnungskauf-Transaktionen entstehen bei diesem Jahresumsatz von 14.400 Euro zusätzliche Kosten von rund 360 Euro. Verglichen mit dem gewonnenen Umsatz und der reduzierten Zahl an Einzeltransaktionen fällt dieser Kostenanteil in diesem hypothetischen Szenario vergleichsweise gering aus. Dieses Rechenbeispiel zeigt, warum sich Rechnungskauf für Händler mit B2B-tauglichem Sortiment häufig wirtschaftlich lohnt, auch wenn Kaufland kein eigenständiges B2B-Zahlungsprogramm mit Sonderkonditionen anbietet.

Nehmen wir hypothetisch weiter an, der Händler gewinnt im zweiten Jahr durch positive Erfahrungswerte zwei weitere Gastronomiebetriebe aus derselben Region hinzu, die über Empfehlung auf das Angebot aufmerksam wurden. In diesem Szenario würde sich der zusätzliche B2B-Jahresumsatz auf rund 24.000 Euro erhöhen, während die Zahl der zu bearbeitenden Einzelbestellungen im Vergleich zu einer entsprechenden Anzahl an Privatkundenbestellungen überschaubar bliebe. Dieser Skalierungseffekt zeigt, warum sich ein einmal aufgebautes B2B-Segment über Rechnungskauf mit vergleichsweise geringem Zusatzaufwand weiter ausbauen lässt.

Wenn Sie prüfen möchten, ob sich ein gezielter Ausbau Ihres B2B-Geschäfts auf Kaufland für Ihr Sortiment lohnt, sprechen wir gerne im kostenlosen Erstgespräch darüber.

Was Sie jetzt tun können

Prüfen Sie zunächst, welche Rechnungskauf-Optionen für Ihr Kaufland-Konto aktuell aktiv sind, und klären Sie, ob sich eine Erweiterung für Ihr Sortiment lohnt. Kalkulieren Sie dabei die anfallenden Zahlungsdienstleister-Gebühren realistisch mit ein, statt sie erst nach den ersten Bestellungen zu bemerken.

Prüfen Sie außerdem, ob Ihr Sortiment Warengruppen enthält, die sich besonders für wiederkehrende Geschäftskunden eignen, und heben Sie diese gezielt in Ihren Angeboten hervor. Stellen Sie sicher, dass Ihre Rechnungsstellung unabhängig von der gewählten Zahlungsart alle umsatzsteuerlichen Pflichtangaben enthält.

Beobachten Sie außerdem über einen längeren Zeitraum, welcher Anteil Ihrer Bestellungen tatsächlich über Rechnungskauf abgewickelt wird, und ordnen Sie diesen Anteil nach Kundengruppe ein. So erkennen Sie frühzeitig, ob sich ein gezielterer Ausbau für Geschäftskunden lohnt oder ob Rechnungskauf bei Ihnen vor allem von Privatkunden genutzt wird.

AMZ+ Consulting unterstützt Marktplatz-Händler dabei, Zahlungsarten-Strategien über mehrere Kanäle wie Kaufland, eBay und Amazon hinweg wirtschaftlich sinnvoll aufzustellen. Wenn Sie Ihre B2B-Zahlungsprozesse strukturell überprüfen möchten, buchen Sie gerne ein kostenloses Erstgespräch. Auch ein Blick auf unsere Leistungen lohnt sich, wenn Sie Ihr B2B-Geschäft marktplatzübergreifend ausbauen möchten.

FAQ: Häufige Fragen zu Kaufland Rechnungskauf und B2B-Zahlungsarten

Welche Rechnungskauf-Optionen bietet Kaufland Kunden an?

Kunden können bei Kaufland unter anderem über Klarna Rechnung und PayPal auf Rechnung bezahlen. Bei der Klarna-Rechnung gilt in der Regel ein Zahlungsziel von 30 Tagen ab Rechnungsdatum.

Trägt der Händler das Ausfallrisiko bei Rechnungskauf?

Nein, in der Regel nicht. Der jeweilige Zahlungsdienstleister übernimmt die Bonitätsprüfung und finanziert den Kaufpreis vor, sodass Sie als Händler unabhängig vom tatsächlichen Zahlungseingang des Kunden ausgezahlt werden.

Gibt es ein eigenes B2B-Zahlungsprogramm für Kaufland-Geschäftskunden?

Ein gesondertes, öffentlich dokumentiertes B2B-Zahlungsprogramm mit eigenen Konditionen bietet Kaufland aktuell nicht an. Die bestehenden Rechnungskauf-Optionen funktionieren aber grundsätzlich auch für größere, gewerbliche Bestellungen.

Fallen für Rechnungskauf zusätzliche Gebühren an?

Ja, in der Regel berechnen die eingebundenen Zahlungsdienstleister eine prozentuale Gebühr auf den Bestellwert. Diese Kosten sollten Sie bei der Kalkulation Ihrer Margen berücksichtigen.

Muss ich trotz Rechnungskauf über Klarna oder PayPal selbst eine Rechnung ausstellen?

Ja. Die Zahlungsabwicklung über einen Drittanbieter ersetzt nicht Ihre eigene Pflicht zur ordnungsgemäßen Rechnungsstellung mit allen umsatzsteuerlichen Pflichtangaben, insbesondere bei Verkäufen an Unternehmen.

Welche Warengruppen eignen sich besonders für B2B-Geschäft über Kaufland?

Kategorien wie Büroausstattung, Werkzeug, Verpackungsmaterial oder Gastronomiebedarf eignen sich häufig gut, weil Geschäftskunden hier regelmäßig und in größeren Mengen bestellen.

Lohnt sich der Ausbau des B2B-Geschäfts für kleinere Kaufland-Händler?

Das hängt stark vom Sortiment und der bereits vorhandenen Nachfrage gewerblicher Kunden ab. Ein erster Test mit bestehenden Rechnungskauf-Optionen und gezielter Sortimentsdarstellung lässt sich meist ohne größere Vorabinvestition durchführen und liefert innerhalb weniger Monate erste belastbare Erkenntnisse zur tatsächlichen Nachfrage.

Über den Autor

Jorginho Engelmeyer ist Geschäftsführer der AMZ+ Consulting GmbH und seit über 8 Jahren auf Amazon, Otto und Kaufland für Händler aktiv. Mehr über ihn und das Team erfahren Sie über uns.

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Zuletzt aktualisiert: 12.08.2026

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