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Strategie

eBay vs. Amazon 2026: Welcher Marktplatz für Händler?

eBay vs. Amazon 2026: Gebühren, Reichweite, Wettbewerb und Aufwand im Vergleich — plus klare Entscheidungshilfe, welcher Marktplatz zu Ihrem Sortiment passt.

✍️ Jorginho Engelmeyer📅 23. Juni 202610 Min. Lesezeit
eBay vs. Amazon 2026: Welcher Marktplatz für Händler?

Die kurze Antwort: Amazon bietet 2026 die größte Reichweite, ein starkes Logistiknetz (FBA) und eine kaufbereite Kundschaft — dafür harten Wettbewerb, strenge Regeln und höhere Gebühren. eBay punktet mit niedrigeren Einstiegshürden, mehr Freiheit bei Listings und einer starken Position bei Gebraucht- und Refurbished-Ware, hat aber weniger Reichweite in vielen Neuware-Kategorien. Für die meisten Händler ist nicht „entweder/oder" die richtige Antwort, sondern der gezielte Einsatz beider Kanäle.

Welcher Marktplatz sich für Sie mehr lohnt, hängt von Sortiment, Marge, Markenstrategie und Ihrer Bereitschaft ab, sich an Plattformregeln zu halten. Dieser Vergleich stellt die entscheidenden Faktoren gegenüber.

Reichweite und Zielgruppe

Amazon ist in Deutschland der reichweitenstärkste Marktplatz und für viele Käufer der erste Anlaufpunkt bei der Produktsuche. Die Kundschaft ist kaufbereit und erwartet schnelle Lieferung, oft über Prime.

eBay hat eine treue, preisbewusste Käuferschaft und ist besonders stark bei Gebrauchtware, Ersatzteilen, Sammlerstücken und Refurbished-Produkten. 2026 fördert eBay diese Re-Commerce-Segmente sogar aktiv über gesenkte Gebühren.

💡 Tipp: Für neue, austauschbare Markenware ist Amazons Reichweite meist überlegen. Für Nischen, Ersatzteile, gebrauchte oder generalüberholte Artikel spielt eBay seine Stärke aus.

Gebühren im Vergleich

Beide Marktplätze verdienen an einer Verkaufsprovision, unterscheiden sich aber im Detail (Stand: Juni 2026):

💰 Amazon:

  • Verkaufsgebühr je nach Kategorie meist rund 7–15 %.
  • Optional FBA-Gebühren (Versand und Lagerung), wenn Amazon die Logistik übernimmt.
  • Verkäuferkonto „Professionell": feste monatliche Grundgebühr.

💰 eBay:

  • Verkaufsprovision aus kategorieabhängigem Prozentsatz plus 0,35 € pro Bestellung.
  • Keine feste Grundgebühr außer dem optionalen Shop-Abo.
  • Reform ab 1. Juli 2026: Neuware in vielen Kategorien teurer, Re-Commerce günstiger (5 %).

Die Details haben wir in eBay Gebühren 2026 und Amazon FBA Gebühren 2026 aufgeschlüsselt.

Wettbewerb, Regeln und Kontrolle

Hier liegt ein zentraler Unterschied. Auf Amazon teilen sich häufig mehrere Händler ein Listing über die Buy Box, der Preiswettbewerb ist hart, und die Plattform setzt strenge Regeln durch — bis hin zu Kontosperren.

eBay gibt Händlern mehr Kontrolle: Jedes Angebot ist eigenständig, Sie gestalten Titel und Beschreibung freier und bauen leichter eine eigene Markenpräsenz auf. Dafür müssen Sie selbst für Sichtbarkeit sorgen, weil es keine zentrale Logistik-Maschine wie FBA gibt.

⚠️ Achtung: Wer auf Amazon allein setzt, trägt ein Klumpenrisiko. Eine Kontosperre kann den Umsatz über Nacht stoppen — wie Sie vorbeugen, lesen Sie in Amazon-Konto gesperrt 2026.

In 5 Schritten den richtigen Marktplatz wählen

So treffen Sie eine fundierte Entscheidung zwischen eBay und Amazon:

  1. Sortiment einordnen — überwiegend Neuware (eher Amazon) oder gebraucht/refurbished/Nische (eher eBay)?
  2. Gebühren pro Artikel rechnen — Verkaufsgebühr, Versand und Fixkosten für beide Kanäle.
  3. Logistik klären — wollen Sie FBA nutzen oder selbst versenden?
  4. Markenstrategie prüfen — brauchen Sie maximale Reichweite oder mehr Kontrolle über die Darstellung?
  5. Risiko streuen — beide Kanäle parallel testen, statt von einem abhängig zu sein.

Die belastbarste Entscheidung entsteht aus echten Zahlen, nicht aus dem Bauchgefühl. Genau diese Kalkulation gehört in ein sauberes Kanal-Controlling.

Sie sind unsicher, ob eBay, Amazon oder beide zu Ihrem Geschäft passen? Im kostenlosen Erstgespräch rechnen wir Ihre Margen pro Kanal durch und zeigen den profitabelsten Weg. → Kostenloses Erstgespräch buchen

Rechenbeispiel: Derselbe Artikel auf beiden Kanälen

Rechenbeispiel (hypothetisch, Stand Juni 2026): Angenommen, Sie verkaufen einen Neuware-Artikel für 60 € inklusive Versand.

  • Amazon (Verkaufsgebühr angenommen 12 %): 7,20 € Gebühr, plus ggf. FBA-Versand. Dafür profitieren Sie von Reichweite und Prime-Logistik.
  • eBay (angenommener Satz 11 % plus 0,35 €): 6,60 € + 0,35 € = 6,95 €. Sie versenden selbst und gestalten das Angebot frei.

In diesem Beispiel sind die reinen Plattformgebühren ähnlich. Den Ausschlag geben Reichweite, Logistikkosten und Conversion. Verkaufen Sie denselben Artikel als generalüberholt, ist eBay durch den 5-Prozent-Satz ab Juli 2026 klar im Vorteil.

Warum die meisten erfolgreichen Händler beide nutzen

Die Praxis zeigt: Wer wächst, verkauft selten nur auf einem Marktplatz. Amazon liefert Reichweite und Volumen, eBay erschließt zusätzliche Zielgruppen und Re-Commerce — dazu kommen oft Otto und Kaufland.

Die Herausforderung ist dann nicht mehr die Auswahl, sondern die Steuerung. Bestände, Preise und Repricing müssen über alle Kanäle synchron laufen, sonst entstehen Überverkäufe und Margenverluste.

Unsere eigene KI-Plattform MarketplAIce steuert Repricing, Bestand und Gebote vorausschauend und kanalübergreifend über Amazon, eBay, Otto, Kaufland und weitere Marktplätze. So holen Sie aus jedem Kanal das Maximum, ohne den Überblick zu verlieren. Als AMZ+ Consulting setzen wir diese Technologie für unsere Mandanten ein.

Den großen Überblick über alle Kanäle bietet unser Marktplatz-Vergleich 2026 und Multichannel 2026.

Was Sie jetzt tun können

Ihr Aktionsplan für die Marktplatz-Entscheidung 2026:

  • Sortiment ehrlich einordnen — Neuware oder Re-Commerce, Marke oder Nische.
  • Gebühren beider Kanäle für Ihre Hauptkategorie vergleichen.
  • Logistikkosten kalkulieren — FBA vs. Eigenversand.
  • Beide Kanäle testen, statt auf einen zu wetten.
  • Zentrale Steuerung aufsetzen, sobald Sie mehrere Kanäle bespielen.

Wenn Sie diese Analyse und die laufende Steuerung nicht selbst übernehmen wollen, ist AMZ+ Consulting als Marktplatz-Agentur Ihr Partner für beide Kanäle.

FAQ: Häufige Fragen zu eBay vs. Amazon 2026

Ist eBay oder Amazon günstiger?

Das hängt von Kategorie und Sortiment ab. eBay hat keine feste Grundgebühr (außer optionalem Shop-Abo), berechnet aber 0,35 € pro Bestellung zusätzlich zur Provision. Amazon verlangt eine monatliche Grundgebühr für das Professionell-Konto und je nach Kategorie 7–15 % Verkaufsgebühr plus optionale FBA-Kosten (Stand: Juni 2026).

Welcher Marktplatz hat mehr Reichweite?

In Deutschland hat Amazon in den meisten Neuware-Kategorien die größere Reichweite und eine sehr kaufbereite Kundschaft. eBay ist stark bei Gebrauchtware, Ersatzteilen, Nischen und Refurbished-Produkten und fördert diese Segmente 2026 aktiv.

Lohnt sich eBay 2026 für Neuware noch?

Ja, aber die Gebührenreform ab 1. Juli 2026 verteuert Neuware in vielen Kategorien. Rechnen Sie Ihre konkreten Sätze nach. Für gebrauchte und generalüberholte Artikel wird eBay durch den 5-Prozent-Satz dagegen attraktiver.

Kann ich auf eBay und Amazon gleichzeitig verkaufen?

Ja, und für viele Händler ist das die beste Strategie. Wichtig ist eine zentrale Steuerung von Beständen und Preisen, damit es nicht zu Überverkäufen oder uneinheitlichen Preisen kommt. Eine Multichannel-Lösung oder KI-Plattform wie MarketplAIce übernimmt das kanalübergreifend.

Wo habe ich mehr Kontrolle über meine Angebote?

Auf eBay. Jedes Angebot ist eigenständig, Sie gestalten Titel und Beschreibung freier und bauen leichter eine eigene Markenpräsenz auf. Auf Amazon teilen sich oft mehrere Händler ein Listing, und die Plattform setzt strengere Regeln durch.

Welches Risiko hat die Abhängigkeit von einem Marktplatz?

Wer nur auf einem Kanal verkauft, trägt ein Klumpenrisiko: Eine Konto- oder Listing-Sperre kann den Umsatz sofort stoppen. Mehrere Kanäle parallel zu bespielen, streut dieses Risiko und stabilisiert den Umsatz.

Kann eine Agentur beide Marktplätze betreuen?

Ja. AMZ+ Consulting betreut als Marktplatz-Agentur Amazon und eBay parallel — von Listings und Werbung bis zu Preis- und Bestandssteuerung. So nutzen Sie die Stärken beider Kanäle, ohne den doppelten Aufwand selbst tragen zu müssen.

Über den Autor

Jorginho Engelmeyer ist Geschäftsführer der AMZ+ Consulting GmbH und seit über 8 Jahren auf Amazon, Otto, eBay und Kaufland für Händler aktiv. Mit seinem Team verbindet er Agenturleistung mit eigener KI-Technologie, um Marktplatz-Händler vorausschauend und datengetrieben zu skalieren.

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Zuletzt aktualisiert: 23. Juni 2026

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