Marktplatz-Start 2026: Diese Pflichten gelten vor Tag 1
Amazon, Otto, Kaufland, eBay oder Temu: Welche Registrierungen und Nachweise Ihr Unternehmen vor dem ersten Verkauf braucht – mit Checkliste je Marktplatz.

Die kurze Antwort: Bevor Ihr Unternehmen den ersten Artikel auf Amazon, Otto, Kaufland, eBay oder Temu verkauft, müssen vier Bausteine stehen. Erstens die Unternehmens- und Steuerbasis: Gewerbe oder Handelsregistereintrag, USt-IdNr. und – bei Versand in andere EU-Länder – ein Plan für die Umsatzsteuer (OSS). Zweitens die Registrierungen der Herstellerverantwortung: LUCID nach Verpackungsgesetz, bei Elektrogeräten die WEEE-Registrierung bei der stiftung ear, bei Batterien die Registrierung nach dem Batterierecht. Drittens die Produktsicherheit: GPSR-Angaben im Listing, CE-Kennzeichnung wo vorgeschrieben, Kategorie-Sonderrecht. Viertens Rechtstexte, Marke und GTIN.
Der Grund für die Reihenfolge: Die Marktplätze prüfen mehrere dieser Nachweise selbst – fehlt eine LUCID- oder WEEE-Nummer, werden Angebote gar nicht erst freigeschaltet oder später deaktiviert. Diese Checkliste bündelt alle Punkte und verweist für die Tiefe auf unsere Detailartikel.
⚠️ Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung. Beziehen Sie für Ihr Sortiment und Ihre Rechtsform Ihren Steuerberater und einen auf E-Commerce spezialisierten Anwalt ein.
Inhaltsverzeichnis
- Warum die Marktplätze vor dem Start prüfen
- Die Checkliste im Überblick
- Unternehmen und Steuern: Gewerbe, USt-IdNr., OSS, DAC7
- Herstellerverantwortung: Verpackung, Elektro, Batterien
- Produktsicherheit: GPSR, CE und Kategorie-Sonderrecht
- Rechtstexte, Datenschutz und Barrierefreiheit
- Marke und GTIN
- Welche Nachweise die Marktplätze verlangen
- In 6 Schritten zur startklaren Compliance
- Was Sie jetzt tun können
- FAQ
Warum die Marktplätze vor dem Start prüfen
Für ein Unternehmen, das bisher über Großhandel oder Fachhandel verkauft, wirkt der Marktplatz-Start wie ein weiterer Vertriebskanal. Rechtlich ist er mehr: Beim Versand an Endverbraucher greifen Pflichten, die bisher beim Handelspartner lagen.
Hinzu kommt, dass der Gesetzgeber die Marktplätze selbst in die Kontrolle eingebunden hat. Seit dem 1. Juli 2022 müssen Betreiber von Online-Marktplätzen prüfen, ob Händler im Verpackungsregister LUCID registriert sind (Quelle: IT-Recht Kanzlei, Verpackungsregister). Seit dem 1. Januar 2023 gilt eine vergleichbare Prüfpflicht für die Registrierung von Elektrogeräten nach dem ElektroG (Quelle: Heuking Kühn Lüer Wojtek, 12.09.2022).
Die Folge: Ohne Nummer keine Freischaltung. Bei fehlendem LUCID-Nachweis werden laut IT-Recht Kanzlei zuerst Angebote beendet, danach kann das Verkäuferkonto vorübergehend gesperrt werden.
Die Checkliste im Überblick
Die folgende Tabelle ist Ihr Arbeitsdokument. Sie zeigt, welche Pflicht wen betrifft, wo Sie den Nachweis erhalten und wo Sie Details finden.
| Pflicht | Betrifft | Nachweis / Stelle | Details |
|---|---|---|---|
| Gewerbe / Handelsregister | alle Unternehmen | Gewerbeamt, Handelsregister | Konto-Verifizierung |
| USt-IdNr. | alle, Pflicht bei den meisten Marktplätzen | Bundeszentralamt für Steuern | OSS & DAC7 |
| OSS-Registrierung | B2C-Versand in andere EU-Länder über 10.000 € | Bundeszentralamt für Steuern | OSS & DAC7 |
| LUCID + Systembeteiligung | alle, die verpackte Ware an Endkunden versenden | Zentrale Stelle Verpackungsregister | EPR-Registrierungen |
| WEEE-Registrierung | Hersteller/Importeure von Elektrogeräten | stiftung ear | EPR-Registrierungen |
| Batterie-Registrierung | Produkte mit Batterien/Akkus | stiftung ear | EPR-Registrierungen |
| GPSR-Angaben | alle Verbraucherprodukte | eigene Produktdaten | GPSR umsetzen |
| CE-Kennzeichnung | nur harmonisierte Produktgruppen | Konformitätserklärung | CE-Kennzeichnung |
| Rechtstexte + DSGVO | alle gewerblichen Verkäufer | Anwalt / Rechtstext-Dienst | Rechtstexte |
| Marke + GTIN | alle, besonders Hersteller | DPMA/EUIPO, GS1 | Markenanmeldung |
💡 Unser Tipp: Legen Sie für jede Nummer (USt-IdNr., LUCID, WEEE, Batterie-Registrierung) einen Verantwortlichen und ein Prüfdatum fest. Registrierungen verfallen nicht nur, sie müssen auch gemeldet und aktuell gehalten werden.
Unternehmen und Steuern: Gewerbe, USt-IdNr., OSS, DAC7
Alle fünf Marktplätze richten sich an gewerbliche Verkäufer und gleichen Ihre Angaben mit Registerdaten ab. Abweichende Firmennamen oder alte Adressen im Handelsregister verzögern die Freischaltung.
- Gewerbe / Handelsregister: Kapitalgesellschaften weisen sich per Handelsregisterauszug aus, Einzelunternehmen per Gewerbeanmeldung. eBay etwa verlangt bei GmbH und AG einen Auszug, der nicht älter als 6 Monate ist (Quelle: eBay-Hilfe, Stand September 2026).
- USt-IdNr.: Sie wird beim Bundeszentralamt für Steuern beantragt. Otto und Kaufland setzen eine eigene USt-IdNr. des Unternehmens voraus.
- Umsatzsteuer bei EU-Versand: Überschreiten Ihre B2C-Fernverkäufe in andere EU-Länder insgesamt 10.000 € pro Jahr, fällt die Umsatzsteuer des Ziellandes an. Über das One-Stop-Shop-Verfahren (OSS) melden Sie diese zentral beim BZSt (Quelle: DATEV, IHK). Lagern Sie Ware im Ausland ein, etwa über Amazons europäisches Logistiknetz, brauchen Sie dort zusätzlich eine lokale Registrierung.
- DAC7: Seit 2023 melden Plattformen nach dem Plattformen-Steuertransparenzgesetz Verkäuferdaten an das BZSt. Sie liefern dafür Firmenname, Anschrift, Steuernummer, USt-IdNr., Handelsregisternummer und Bankverbindung. Fehlen die Daten, kann eBay Auszahlungen zurückhalten (Quelle: eBay-Hilfe DAC7).
Der gesamte Steuerblock gehört auf den Tisch Ihres Steuerberaters, bevor Sie sich registrieren. Details zur Abwicklung finden Sie in Marktplatz-Steuern 2026: OSS, DAC7 & Umsatzsteuer.
Herstellerverantwortung: Verpackung, Elektro, Batterien
Hier verschieben sich die meisten Starts. Alle drei Registrierungen müssen vor dem Inverkehrbringen erledigt sein, nicht erst mit dem ersten Umsatz.
Verpackungsgesetz (LUCID): Wer mit Ware befüllte Verpackungen erstmals an private Endverbraucher abgibt, registriert sich bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister und beteiligt die Verpackungen an einem dualen System. Das gilt auch für Versandkartons und Füllmaterial. Viele Hersteller, die bisher nur an Händler geliefert haben, sind hier zum ersten Mal selbst verpflichtet.
ElektroG / WEEE: Hersteller und Importeure von Elektro- und Elektronikgeräten registrieren sich mit jeder Geräteart bei der stiftung ear und erhalten eine WEEE-Registrierungsnummer. Die Marktplätze prüfen diese Nummer. Achtung: Auch Möbel mit LED-Beleuchtung oder Textilien mit Heizfunktion können betroffen sein.
Batterierecht: Das Batterierecht-Durchführungsgesetz (BattDG) hat im Oktober 2025 das bisherige Batteriegesetz abgelöst. Batterien dürfen nur bereitgestellt werden, wenn der Hersteller bei der stiftung ear ordnungsgemäß registriert ist. Seit dem 1. Januar 2026 ist die Teilnahme an einer zugelassenen Organisation für Herstellerverantwortung verpflichtend (Quelle: IHK Köln). Das betrifft auch Batterien, die fest in Geräten verbaut sind.
Wer in weitere EU-Länder verkauft, braucht diese Registrierungen je Zielland, teils über einen Bevollmächtigten. Die Länderübersicht finden Sie in EPR-Registrierungen EU 2026.
Produktsicherheit: GPSR, CE und Kategorie-Sonderrecht
Seit dem 13. Dezember 2024 gilt die EU-Produktsicherheitsverordnung (GPSR, Verordnung (EU) 2023/988). Für den Online-Handel regelt Artikel 19, welche Angaben direkt im Angebot stehen müssen (Quelle: IHK Chemnitz, Fieldfisher):
- Name, Handelsname oder Marke sowie Post- und E-Mail-Adresse des Herstellers,
- sitzt der Hersteller nicht in der EU: Name und Kontaktdaten der verantwortlichen Person in der EU (des verantwortlichen Wirtschaftsakteurs),
- Angaben zur Identifizierung des Produkts (Abbildung, Typ, Chargen- oder Seriennummer),
- Warnhinweise und Sicherheitsinformationen in der Sprache des Landes, in dem Sie verkaufen.
Für Hersteller mit Sitz in Deutschland liegen diese Daten im eigenen Haus. Der Aufwand steckt darin, sie für jedes Produkt in die Datenfelder jedes Marktplatzes zu übertragen. Die Umsetzung am Beispiel Amazon beschreibt GPSR 2026: Was Amazon-Händler jetzt umsetzen müssen.
CE-Kennzeichnung ist keine allgemeine Pflicht. Sie gilt nur für Produktgruppen mit eigener EU-Harmonisierungsvorschrift, etwa Spielzeug, viele Elektrogeräte, Maschinen oder persönliche Schutzausrüstung. Dann brauchen Sie eine Konformitätserklärung und technische Unterlagen, die Marktplätze im Zweifel anfordern. Mehr dazu in CE-Kennzeichnung 2026 für Marktplatz-Händler.
Kategorie-Sonderrecht prüfen Sie je nach Sortiment zusätzlich: Textilien brauchen eine Faserkennzeichnung nach der EU-Textilkennzeichnungsverordnung, Lebensmittel die Pflichtangaben nach LMIV, Kosmetik eine verantwortliche Person und die Notifizierung im CPNP-Portal der EU.
Rechtstexte, Datenschutz und Barrierefreiheit
Auch auf einem Marktplatz sind Sie selbst der Verkäufer. Ihre Pflichten als Händler bleiben bei Ihnen, auch wenn der Marktplatz Checkout und Zahlungsabwicklung übernimmt.
- Impressum: Pflicht nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz, auf jedem Marktplatz im Verkäuferprofil zu hinterlegen.
- AGB: nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber zur Regelung von Lieferung, Zahlungsbedingungen und Gewährleistung dringend empfohlen.
- Widerrufsbelehrung: Pflicht gegenüber Verbrauchern. Eine fehlerhafte Belehrung kann die Widerrufsfrist auf bis zu 12 Monate und 14 Tage verlängern. Seit dem 19.06.2026 kommt der Widerrufsbutton hinzu. Prüfen Sie, wie der jeweilige Marktplatz ihn umsetzt, und passen Sie Ihre Belehrung daran an.
- Datenschutz (DSGVO): Mit jeder Bestellung erhalten Sie Kundendaten. Dafür brauchen Sie eine Datenschutzerklärung, ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten und Löschfristen.
Die Unterschiede je Marktplatz beschreibt Marktplatz-Rechtstexte 2026.
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) gilt seit dem 28. Juni 2025 für Onlineshops, die sich an Verbraucher richten. Für die Marktplatz-Oberfläche ist vorrangig der Betreiber zuständig, relevant wird es vor allem für Ihren eigenen Shop. Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten und höchstens 2 Mio. € Jahresumsatz sind bei Dienstleistungen ausgenommen.
Marke und GTIN
Für Hersteller entscheiden diese Punkte, ob Sie Ihre Produktseiten später selbst kontrollieren.
Marke: Prüfen Sie vor dem Start, ob Ihre Marke in den Zielländern eingetragen ist und keine älteren Rechte verletzt. Amazon Brand Registry setzt eine eingetragene Marke oder, bei vielen Markenämtern, eine Markenanmeldung voraus. Erst damit erhalten Sie erweiterte Inhalte, Markenschutz-Werkzeuge und die Kontrolle über Ihre Produktdaten. Der Weg über DPMA oder EUIPO steht in Markenanmeldung DPMA & EUIPO 2026.
GTIN/EAN: Die Marktplätze identifizieren Produkte über GTIN. Kaufland verlangt für alle Produkte eine EAN (Quelle: kauflandglobalmarketplace.com). Als Hersteller beziehen Sie die Nummern über eine GS1-Mitgliedschaft. Zugekaufte Nummern aus Drittquellen fallen beim Abgleich mit der GS1-Datenbank auf.
Welche Nachweise die Marktplätze verlangen
Die Übersicht zeigt, was sich auf den öffentlichen Registrierungsseiten verifizieren ließ (Stand: September 2026). Nicht Belegtes ist mit „prüfen“ markiert.
| Marktplatz | Identität und Firma | Steuern | Compliance-Nummern | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Amazon | Ausweis des Vertreters, Kontoauszug, Kreditkarte, Handelsregisterauszug bzw. Gewerbeanmeldung | Steuernummer, USt-IdNr. | LUCID, WEEE (Prüfpflicht) | Video-Call zur Identitätsprüfung |
| Otto | zulässige Rechtsform, Sitz in DE, NL, PL oder AT | eigene USt-IdNr., keine Kleinunternehmer | LUCID-Nachweis, ElektroG | Zustimmung zur Nachhaltigkeitserklärung |
| Kaufland | Ausweis (IDnow), Handelsregisterauszug, Ausweise aller Vertreter, wirtschaftlich Berechtigte | USt-IdNr. je Land, OSS-Nummer bei EU-Verkauf | EPR-Nummern Pflicht in DE, FR, ES, PL | EAN für alle Produkte |
| eBay | Handelsregisterauszug (max. 6 Monate), Gesellschaftsvertrag, wirtschaftlich Berechtigte | Steuernummer, USt-IdNr. | LUCID, WEEE: prüfen | ggf. Kontoauszug zur Bankverifizierung |
| Temu | Gewerbeanmeldung bzw. Handelsregisterauszug: prüfen | USt-IdNr. | LUCID, WEEE, Batterie: prüfen | Zugang und Unterlagen im Seller Center prüfen |
Quellen: sell.amazon.de und Händlerbund (Amazon), otto.market (Otto), kauflandglobalmarketplace.com (Kaufland), eBay-Hilfe „Als Verkäufer registrieren“ (eBay). Die Details zum Amazon-Ablauf stehen in Amazon Konto-Verifizierung 2026, die Otto-Zulassung in Otto Voraussetzungen 2026.
⚠️ Wichtig für Unternehmensgruppen: Die Angaben im Marktplatz-Konto müssen exakt zu Handelsregister, Bank und Steuerdaten passen. Schon eine abweichende Schreibweise der Firma löst eine manuelle Prüfung aus.
In 6 Schritten zur startklaren Compliance
Jeder Schritt liefert die Unterlagen für den nächsten.
- Sortiment einordnen: Legen Sie je Produkt fest, ob Verpackung, Elektro, Batterien, CE-Pflicht oder Kategorie-Sonderrecht greifen.
- Steuerbasis klären: USt-IdNr. prüfen, mit dem Steuerberater OSS und Lagerländer festlegen, DAC7-Daten bereitlegen.
- Registrierungen abschließen: LUCID mit Systembeteiligung, WEEE und Batterie-Registrierung bei der stiftung ear, bei EU-Versand die Zielländer.
- Produktdaten vorbereiten: GPSR-Angaben, Sicherheitsinformationen, Konformitätserklärungen und GTIN je Artikel in einer zentralen Datei.
- Rechtstexte und Marke sichern: Impressum, AGB, Widerrufsbelehrung und Datenschutzerklärung anwaltlich prüfen lassen, Markenlage klären.
- Marktplatz-Konten registrieren: erst jetzt, mit vollständigen und identischen Unterlagen für jeden Kanal.
Sie planen den Markteintritt auf Amazon, Otto oder Kaufland? Im kostenlosen Erstgespräch gehen wir Ihre Ausgangslage durch und zeigen, welche Pflichten für Ihr Sortiment vor dem Start offen sind. → Kostenloses Erstgespräch buchen
Was Sie jetzt tun können
Praxis-Szenario (hypothetisch): Ein Hersteller von Küchengeräten beliefert bisher den Fachhandel und will auf Amazon und Kaufland starten. Für ihn greifen LUCID, WEEE, Batterierecht (bei Akku-Geräten), GPSR und CE gleichzeitig. Registriert er zuerst die Konten, wartet er mit fertigen Listings auf Nummern.
Drei nächste Schritte:
- ✅ Nutzen Sie die Checkliste oben als Soll-Ist-Abgleich mit Ihrer Rechts- und Steuerberatung.
- ✅ Entscheiden Sie, mit welchem Marktplatz Sie starten. Die Wirtschaftlichkeit steht in Amazon für Unternehmen: der Business Case 2026 durch, das Budget in Amazon-Startbudget 2026.
- ✅ Planen Sie die laufende Überwachung. Compliance ist keine Einmal-Aufgabe: Marktplätze ändern Pflichtfelder, und Registrierungen brauchen jährliche Meldungen.
Für die laufende Kontrolle nutzen wir bei AMZ+ Consulting unsere eigene KI-Plattform MarketplAIce. Sie prüft Pflichtangaben und Warnungen kanalübergreifend über Amazon, Otto, Kaufland, eBay und Temu und verbindet das mit Repricing- und Bestandssteuerung in einem System. So fällt ein fehlendes GPSR-Feld auf, bevor der Marktplatz ein Angebot deaktiviert.
Wenn Sie bereits einen Onlineshop betreiben, zeigt Onlineshop auf Marktplätze erweitern, welche Ihrer bestehenden Strukturen Sie übernehmen können. Für Markenhersteller ohne Endkundengeschäft ist Amazon-Einstieg für Hersteller und Marken der bessere Startpunkt. AMZ+ Consulting begleitet Unternehmen beim Markteintritt von der Compliance-Vorbereitung bis zum ersten skalierten Umsatz.
Sie wollen wissen, welche Pflichten für Ihr Sortiment offen sind? Im kostenlosen Erstgespräch gleichen wir Ihre Unterlagen mit den Anforderungen der Marktplätze ab. → Kostenloses Erstgespräch buchen
FAQ: Häufige Fragen zum Marktplatz-Start
Die Antworten ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung, geben aber eine schnelle Orientierung.
Welche Registrierungen brauche ich vor dem ersten Verkauf auf Amazon?
Mindestens Gewerbe oder Handelsregistereintrag, USt-IdNr. und die LUCID-Registrierung nach dem Verpackungsgesetz. Bei Elektrogeräten kommt die WEEE-Registrierung bei der stiftung ear hinzu, bei Batterien die Registrierung nach dem BattDG. Amazon prüft LUCID und WEEE aktiv.
Gilt das Verpackungsgesetz auch, wenn Amazon meine Ware versendet?
Ja. Auch bei Versand über Fulfillment by Amazon sind Sie als Verkäufer für die Registrierung und Systembeteiligung Ihrer Verpackungen verantwortlich. Die Marktplätze müssen die LUCID-Nummer seit Juli 2022 prüfen.
Brauche ich eine CE-Kennzeichnung für alle Produkte?
Nein. Die CE-Kennzeichnung gilt nur für Produkte, für die eine EU-Harmonisierungsvorschrift besteht, etwa Spielzeug oder viele Elektrogeräte. Die GPSR-Angaben brauchen Sie dagegen für praktisch alle Verbraucherprodukte.
Was muss laut GPSR im Marktplatz-Angebot stehen?
Name und Kontaktdaten des Herstellers, bei Herstellern außerhalb der EU die verantwortliche Person in der EU, Angaben zur Produktidentifikation sowie Warn- und Sicherheitshinweise in der Landessprache. Die Grundlage ist Artikel 19 der Verordnung (EU) 2023/988.
Kann ich als Kleinunternehmer auf Otto verkaufen?
Nein, Kleinunternehmer nach § 19 UStG sind bei Otto ausgeschlossen, und Otto verlangt eine eigene USt-IdNr. des Unternehmens. Für etablierte Unternehmen mit Regelbesteuerung ist das in der Regel kein Hindernis.
Welche Daten melden Marktplätze wegen DAC7 an das Finanzamt?
Die Plattformen melden Firmenname, Anschrift, Steuernummer, USt-IdNr., Handelsregisternummer, Bankverbindung sowie Umsätze und Anzahl der Verkäufe an das Bundeszentralamt für Steuern. Fehlen Ihre Angaben, können Auszahlungen zurückgehalten werden.
Wie lange dauert die Vorbereitung bis zum Marktplatz-Start?
Das hängt von der Zahl der nötigen Registrierungen und der Qualität Ihrer Produktdaten ab. Sind LUCID, WEEE und Steuerdaten vorhanden, ist ein Start oft in wenigen Wochen möglich. In der Markteintritts-Begleitung von AMZ+ Consulting klären wir diese Punkte vor der Konto-Registrierung.
Über den Autor
Jorginho Engelmeyer ist Geschäftsführer der AMZ+ Consulting GmbH und seit über 8 Jahren auf Amazon, Otto und Kaufland für Händler aktiv. Mit seinem Team begleitet er Unternehmen beim Markteintritt und verbindet Agenturleistung mit eigener KI-Technologie.
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Zuletzt aktualisiert: 30. September 2026
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